Djupavík. Westfjords. Iceland.


djupavik01Blick auf Djupavík. Das Wrack der M/S Suðurland rostet seit Jahrzehnten vor sich hin.
View to Djupavík. The wreck of M/S Suðurland rust away since decades.

Jetzt kann ich euch’s ja sagen. Ich fahre dieses Jahr nicht nach Island.😉 Deshalb freue ich mich heute so richtig über diesen Beitrag, den ich euch schon seit meiner Rückkehr von der letzten Islandreise angekündigt hatte.

Die Region um Djupavík war schon seit hunderten Jahren besiedelt, aber erst im Jahre 1935 ging es so richtig los. Die Heringsfabrik war damals das größte Betongebäude Islands. Der Heringsboom hielt aber kaum zehn Jahre an und und die Fabrik schloss dann endgültig im Jahre 1955. Dreißig Jahre später wurde der Ort dann wiederbelebt, als sich die jetzigen Besitzer des Hotels dort niederließen und das ehemalige Gebäude einer Arbeiterunterkunft sanierten und zum Hotel machten. In der alten Heringsfabrik finden im Sommer Ausstellungen und Konzerte statt. Letztere in den alten Heiztanks, was eine unglaubliche Akustik geben muss.

Ich hatte schon vorher einige Fotos von Djupavík gesehen. Lange bevor ich daran dachte, jemals nach Island zu fahren. Dieser Ort hatte irgendeine Anziehungskraft, war aber gleichzeit unendlich weit entfernt, und für mich war es kaum vorstellbar, dass ich dort mal selber fotografieren würde. Bei unserer Reise 2012 war es dann zeitlich überhaupt nicht drin, nach Djupavík zu fahren. Darum haben wir es uns für 2013 vorgenommen. Beim Schreiben tauche ich wieder ein in die  dumpf riechenden Gebäude, höre das Heulen des Windes durch die undichten Fenster, spüre die klamme Kälte und bin wieder da, an diesem faszinierenden Ort.

Wer mag kann hier über den Tag, an dem wir Djupavík besuchten, nachlesen und -sehen.

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Now I can tell you that I don’t go to Iceland this year.😉 That’s why I’m really enjoying this posting which I announced since my return from my last journey to Iceland.

The region around Djupavík was settled since hundreds of years but only in 1935 it gets going. The old herring factory was the biggest concrete building in Iceland at that time. The herring boom was over only ten years later and the buildings were finally closed in 1955. Thirty years later the now owners of the Hotel Djupavík came to this place and renovated a former home for workers and made a hotel out of it. Today you can visit exhibitions in the old herring factory and hear concerts in the old heating tanks. It must be an unique acoustic.

I’ve seen some photos of Djupavík already before. Long before I thought I’ll go to Iceland ever. This place has an attraction anyhow but was far away at the same time. And it was almost unreal to imagine I would photograph there some day. While our journey in 2012 we hadn’t time to go to Djupavík. So we decided to visit it in 2013. While writing this posting I soak into the musty smelling buildings, hear the howling of the wind through the leaky windows, feel the damp cold. And I am just there on this fascinating place.

If you like you can read and see here photos about the day we visited Djupavík.

djupavik04Zwischen den Heiztanks. Between the heating tanks.

djupavik02Die alte Heringsfabrik mit dem Wasserfall Djúpuvíkurfoss. The old herring factory with the waterfall Djúpuvíkurfoss.

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djupavik05Blick in die alten Heiztanks. In der Sommerzeit werden hier ab und zu Konzerte gegeben.
View into the old heating tanks.  You can hear concerts in summertime inside.

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djupavik08Fotoausstellung im Inneren. Photo exhibition inside.

 djupavik09Blick auf einen Teil des kleinen Ortes. View to a part of this small spot.

 

djupavik11Ich beobachte Dich! I’m watching you!🙂

14 Gedanken zu “Djupavík. Westfjords. Iceland.

  1. Solche Orte haben eine ganz besondere Faszination. Der Zerfall, das langsame Vergehen auch von Beton hat etwas Gruseliges, aber gleichzeitig eben auch Faszinierendes – und für Ausstellungen wie geschaffen.
    Beeindruckend ist der Wasserfall hinter der Fabrik.

    Herzlich, Katja

  2. Not going to Iceland this year??? May I ask where you are going instead? Not Norway by any chance?
    I liked the picture of a building watching us🙂 Keep up the good work!

  3. Hui, ein wenig gruselig ist es schon, diese verlassenen Hallen zu sehen. Die Fotoausstellung dagegen finde ich sehr einladend. Deine Fotos haben einen gewissen Charme, das Vergangene zu zeigen und zu beleben. Wunderschön !
    Vielen Dank und liebe Grüße, Synnöve

  4. Schön finde ich auch, dass du den Verfall dokumentierst…irgendwie unheimlich, vor allem mit der Lichtstimmung. Da muss ja mal mächtig was gelaufen sein, und bestimmt geht es mit traurigen Schicksalen einher von Menschen, die ihren Job verloren haben.

  5. Da scheinen Natur und verfallene Häuser miteinander zu korrespondieren. Ein sehr interessanter Ort.
    LG und ein schönes Wochenende.

  6. Eine wirklich seltsame Ausstrahlung hat dieser Ort. Ein wenig morbide mit wieder aufkeimendem Lebenswillen … Die Ausstellung kommt richtig gut in der alten Halle. Liebe Grüße Petra

  7. Unglaublich, diese morbide Stimmung und so tolle Fotos. Das sind alles richtige Kunstwerke!
    liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Dani

  8. Auf den ersten Blick nicht einladend, jedenfalls für mich. Es ist wenig heimelig, ich spüre den Wind, der um die Ecken und durch Fensterlöcher pfeift. Trotzdem, mich faszinieren alle leerstehenden und/oder verfallen(d)en Gebäude, deshalb würde ich dort auch umherstromern. Deine Aufnahmen fangen die Atmosphäre gut ein.

  9. Wunderbar morbide und moody…und das Hausgesicht! Zwischen unheimlich und amüsant🙂 Du nimmst es leicht, dass Du dieses Jahr nicht fährst – zumindest klingt es so. Bin gespannt, wo es dann dieses Jahr später noch hingeht für Euch…
    Hab eine schöne Woche, liebe Grüße, Anette

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