Knoblauchpoularde {Garlic Poulard}


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Im Frankreichurlaub bin ich ja ein wenig näher an die französische Küche gerückt. Und wie es der „Zufall“ will, habe ich neulich im Buchladen ein französisches Kochbuch entdeckt, obwohl ich eigentlich ein ganz anderes kaufen wollte. So kann es gehen, und beide Bücher kamen mit nach Hause. Beim genaueren Durchblättern habe ich dann ungewöhnlich viele Rezepte gefunden, die wirklich einfach, mit wenigen und unexotischen Zutaten zuzubereiten sind. Das ist ja nicht immer so. Ich habe so einige Kochbücher im Regal, die dann doch nicht gehalten haben, was ich davon erwartete.

Für das erste Rezept habe ich mich für Knoblauchpoularde entschieden. Und das geht so: Ihr braucht

1 Poularde (gut 1,5 kg) (Ich habe eine Maispoularde genommen).
8 Zweige Thymian
8 Stängel Petersilie
je 2 Stängel Salbei und Bohnenkraut (Ich habe ein getrocknetes Zweiglein Bohnenkraut genommen.)
1 große Möhre
2 Stangen Staudensellerie
40 Knoblauchzehen (ca. 3 Knollen) (Ich habe jungen Knoblauch genommen.)
1 Lorbeerblatt
100 ml Weißwein oder Hühnerbrühe (Ich habe Weißwein genommen.)
5 EL Olivenöl

Die Poularde waschen, trocknen, innen und außen mit Salz und Pfeffer einreiben. 3 Zweige Thymian und die restlichen Kräuter in die Poularde geben. Dann die Flügel und Keulen mit Küchengarn am Körper festbinden.

Möhre und Sellerie in Würfel schneiden und mit den ungeschälten Knoblauchzehen in den Bräter geben. Die Poularde mit Olivenöl einreiben, auf das Gemüse im Bräter legen und das restliche Olivenöl und den Weißwein (oder Hühnerbrühe) angießen.

Deckel drauf und den Bräter in den kalten Ofen stellen. Den Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) erhitzen und die Poularde 1 ¾ h garen lassen. Die Poularde wird bis auf die Haut an der Brust nicht knusprig. Aber das war auch kaum zu erwarten. Vielleicht liegt’s daran, dass ich es in einem normalen Topf gemacht habe. Ein neuer Bräter ist aber schon auf dem Weg zu mir.😉 Alternativ könnte man sicher auch zum Schluss den Deckel abnehmen und die Poularde von allen Seiten etwas grillen. Die Poularde ist supersaftig und war geschmacklich top!

Der Sud, der sich auf dem Topfboden bildet, ist der Hammer. All die Kräuter, das Gemüse, der Weißwein und das Fett vom der Poularde haben sich zu einem großartigen hhhhmmm verbunden. Ich hätte sofort den ganzen Topf austrinken können. Eingefroren wird es sicher noch ein guter Ansatz für weitere leckere Gerichte werden. Die Knoblauchzehen sind so weich und mild, es ist einfach traumhaft. Sie schmelzen in eurem Mund und schmecken auch besonders lecker zerquetscht auf frischem Mischbrot. Lasst es euch schmecken!

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During the holiday in France I’ve come closer to the French cuisine. And through a happy „coincidence“ I found in a bookstore a French cookbook, although I was there to buy another cook book. That’s life and I took both books home. While I studied the French cook book more precise I found unusual many recipes which are really simple to made with only few and non-exotic ingredients. That isn’t always so. I have some cook book, which didn’t promised what I’d expected.

For the first recipe I decided to make a garlic poulard. And that’s how it works: You’ll need

1 poulard (ca. 1,5 kg) (I took a corn poulard.)
8 branches thyme
8 stalks parsley
2 stalks sage and savory each (I took dried stalks of savory.)
1 big carrot
2 rods celery
40 garlic cloves (ca. 3 heads) (I took fresh garlic).
1 bayleaf
100 ml white wine or chicken broth
5 tbsp. olive oil

Wash and dry the poulard and season it inside and outside with salt and pepper. Give 3 branches thyme and the rest of the herbs into the chicken. Tie the wings and legs up to the chickens body.

Cut the carrot and the celery into cubes and give it with the unpeeled garlice cloves into the roasting dish. Rub the poulard with some olive oil and put it on the vegetables in the roasting dish. Pour in the rest of the olive oil and the white wine (or chicken broth).

Lock the roasting dish and put it into the cold stove. Heat the oven to 200°C (top and bottom heat) and let the poulard cook for 1 ¾ hours. The poulard becomes with exception of the breast not crunchy. But that wasn’t what I expected. Maybe it’s because I made it in a normal pot, instead of a roasting dish. A new roasting dish is already on the way to me.😉 Alternatively one could open the roasting dish and let the chicken grill  from all sides at the end of the cooking time. The poulard was absolutely juicy and very yummy.

The stock you can find now on the bottom of the pan/roasting dish is extraodinary delicious. All the herbs, the vergetables, the white wine, the fat from the poulard made it simply great. I could have drunk the whole pot immediately. You can freeze this stock and use it as the beginning of a new delicious dish. The garlic cloves are now so soft and mild, it’s only divine. They’ll melt in your mouth and taste especially good on fresh dark rye bread. Enjoy!

knobihuhn02Leckerer Sud. – Delicious stock.

15 Gedanken zu “Knoblauchpoularde {Garlic Poulard}

  1. DAS sieht nicht nur gut aus …. es hört sich auch super an – und wird von mir nachgekocht ! Danke für die Inspiration zu einem schönen kleinen Gericht , greets polarvux

  2. Ich glaube, dass die südländische Küche oft einfache Gerichte mit exquisiten, hochwertigen Zutaten beinhaltet.
    Herzliche Grüße, Ingrid

  3. 40 Knoblauchzehen? Heidewitzka, das ist sogra für meien. Aber es sieht traumhaft lecker aus und ich meine den Sud eindeutig riechen zu können. Also bitte – ja.🙂

    Herzlich, Katja

  4. Hui, das sieht wieder lecker aus und wärmt gleich die Seele an diesem frischen Tag. Mit den Knoblauchzehen habe ich gar kein Problem und auch mit den vielen Kräutern nicht. Ganz nach meinem Geschmack ! Danke !
    Viele liebe Grüße, Synnöve

  5. so ein hendl hat schon eine ganz eigene ästhetik.
    ich bekomm bloß beim essen das bild des herumgackernden viehs nicht aus dem kopf,
    weshalb ich es aufgegeben habe, es zu versuchen, das mit dem essen …

  6. Köstlich sieht es aus und so richtig passend für den Herbst, finde ich. Und was die 40 Knoblauchzehen angeht – meiner Erfahrung nach ist das erstaunlicherweise nicht zu viel, auch wenn’s so klingt. (Neugierig bin ich ja noch, welches Kochbuch es ist, aus dem du geschöpft hast, bin ja mit einem Bein in der Kochbuchbranche …) Liebe Grüße Petra

  7. Ach ich trau mich doch schon gar nicht, so ein Ding anzufassen…ich hab‘ da echt einen Knall. Zumal ich’s ja gern esse!
    Es sieht jedenfalls köstlich aus! Liebe Grüße, Anette

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