Grenzüberschreitend {Savoyen/Savoy – Col du Petit St. Bernard}


An diesem sonnigen Vormittag fahren wir eine gute Stunde hoch zum Hospice du Petit St. Bernard (2.153 m). Nur ca. einen Kilometer entfernt befindet sich der Col du Petit St. Bernard (2.188 m). Dieser Bergpass stellt u. a. die Grenze zwischen Frankreich und Italien dar, wir wollen aber eigentlich zum See le Lac sans Fond. Er liegt auf ca. 2.400 m Höhe. Da wir bereits auf 2.153 m starten, werden es heute nicht viele Höhenmeter. Die Landschaft hier ist mal wieder traumhaft schön, erst recht bei diesem Wetter. Allerdings ist es mit 5°C und Wind recht frisch.

We drive up to the Hospice du Petit St. Berrnard (2.153 alt.). Only a kilometre away is the mountain pass Col du Petit St. Bernard (2.188 alt.). This is the border between France and Italy. But we want to hike up to the lake le Lac sans Fond. It’s located on 2.400 alt. And since we start already on 2.153 alt. we have not so much metres of height to go today. The landscape is dreamlike again, not to mention the weather. But we only have 5°C and the wind is really fresh.

frank036Wir parken am Hospice du Petit St. Bernard und folgen dem Wegweiser. Das ist der gelbe hier im Bild und ist auch der einzige, den wir an diesem Hang sehen. Als ich die Kuhherde sehe, schwant mir nichts Gutes. Aber unser Ziel liegt irgendwo da oben im Nebel, also los!

We park the car at Hospice du Petit St. Bernard and follow the signpost. That’s the yellow one you can see in the photo and the only one we see on this hillside. As I see the herd of cows I sense something bad might happen. But our target lies up in the fog, so here we go!

 

frank037Je höher wir kommen, desto eindrucksvoller werden die Aussichten, wie hier der Blick gen Italien.  Die Fernsicht ist heute gigantisch und wir folgen dem ausgetretenen Pfad. Ganz entspannt wandern können wir allerdings nicht, da wir uns bereits auf einer Kuhweide befinden und wir durch das unübersichtlich, hügelige Gelände nie wissen, wo die Tiere gerade stehen.

The more we come up the more impressive the views gets, like this view towards Italy. The visibility is tremendous today. We follow a beaten path. But we couldn’t really relax while walking, because we are already on the cow pasture and we are not clear about where the cows are in this confusing hilly terrain.

 

frank038Unter uns liegt das Hospice du Petit St. Bernard. Hier kann man übernachten, essen und sich draußen in der Sonne bei einem Drink laben. Außerdem gibt es dort eine Ausstellung zur Landwirtschaft in den Bergen (leider nur auf Französisch).

Below us lies the Hospice du Petit St. Beranrd. You can find here accommodation, food and a sunny seat outside while having a drink. In addition there’s a exhibition about agriculture in the mountains (unfortunately only in French).

 

frank040Hier ein Blick auf den Botanischen Garten Chanousia, über den ich später mehr berichten werde. Ein wunderschönes Fleckchen.

Here’s a view to Botanical Garden Chanousia. A wonderful spot of land. I will tell you about later.

 

frank039Je höher wir steigen, desto mehr merken wird, dass wir gar nicht mehr auf dem richtigen Pfad sein können. Da der Wanderweg nicht weiter ausgeschildert ist, es dafür aber zig Kuhpfade gibt, haben wir uns wohl verstiegen. Da wir ständig um irgendwelche Kuhgruppen rumgewandert sind, haben wir den Weg verloren. Nunja, unser Ziel liegt immer noch im Nebel, er scheint dort oben auch immer dicker zu werden. Darum ist die Entscheidung schnell gefallen: Wir kehren um.

The more we ascend the more we notice that we’re no longer on the right path. Since the hiking trail isn’t signposted and instead more and more cow tracks showing up we have to admit that we hiked totally wrong. Since we hiked around several groups of cows, we lost the path. Well, our target is still in the fog and it’s getting thicker up there. Therefore we bring about a speedy decision: We turn around.

frank041Der Rückweg wird noch aufregend genug, da die Kühe hinter jedem Buckel „lauern“ können. So dauert es hier und da etwas, bis sie vorbeigezogen sind oder wir uns querfeldein den Hang runterschieben. Eine kleine Mittagsrast muss auch noch sein. Natürlich außerhalb der Kuhweide.😉 Glücklich unten angekommen, besuchen wir den Botanischen Garten Chanousia. Im Hintergrund sind einige Gebäude an der französisch-italienischen Grenze zu sehen.

The way back get’s exciting as well since the cows could „lurk“ behind every small hill. So it takes some time to go down the hillside. And we have a short lunch break as well, of course outside the cow pasture.😉 As we happily reach the foot of the mountain we visit the botanical garden Chanousia. In the background you can see some buildings at the French-Italian border.

 

frank042Direkt an der Grenze kann „ein jeder“ sehen, wie weit es bis nach Hause ist. Obwohl die meisten Touristen hier scheinbar  Franzosen, Italiener oder Schweizer sind.😉 Im Hintergrund erhebt sich der Mont Blanc (4.810 m) in seinem majestätischen Weiß. Ein wahnsinnig schöner Anblick. Es ist auch der einzige Tag, an dem er sich relativ unverhüllt zeigt. An zwei anderen Tagen, als wir die Möglichkeit hatten, ihn zu sehen, gab er die Diva und hüllte sich in Wolken.

Directly at the border „everyone“ can look how far away home is. Although, the most tourists here seems to be French, Swiss and Italian people.😉 In the background rises the Mont Blanc (4.810 alt.) in its majestic white. It’s an incredibly beautiful view. It’s the only day we saw it relatively uncovered. We had the chance to see this mountain on two other days, but then it was a diva and was covered in clouds.

 

frank043Dann fahren wir ein Stück nach Italien rein, nur damit ich mal dort war.🙂 Die Strommasten und Skilifte sind allgegenwärtig. An der Grenze gibt es einige Restaurants, Herbergen und Souvenirshops. In einem Shop kaufen wir superleckere italienische Zuckerkringel. Wie praktisch, dass man hier überall mit Euro zahlen kann.

Then we drive a little bit into Italy, only for the reason that I was there.🙂 The power lines and ski lifts are omnipresent. At the border are some restaurants, lodging houses and souvenir shops. In one of them we buy very delicious Italien sugar curls. It’s really practical one can pay with Euro here everywhere.

 

frank044Mit Aussicht auf den Mont Blanc machen wir über dem See Lac Verney auf italienischer Seite Rast. Wir sitzen ewig hier. Der Anblick und das Spiel der Wolken ist einfach zu faszinierend.

With the view to Mont Blanc we have another break above lake Lac Verney on the Italian side. We sit here forever. The view and the clouds play is too fascinating.

 

frank045Beim Rumlaufen zwischen den Ländern, entdecken wir noch einen schönen Wanderweg, den wir uns mal vormerken. 1 1/2 Wochen werden wir den dann tatsächlich noch laufen. Dazu dann auch später mehr. Erstmal einen kleinen Espresso in der Bar de Lancebranlette. Von hier haben wir einen guten Ausblick auf den Hang, den wir heute Mittag bewandert haben. Aber auch hier kann ich keinen eindeutig sichtbaren Weg ausmachen, obwohl dieser in der Karte eingezeichnet ist.

During the walks between the two countries we discover another beautiful hiking trail which we earmark. 1 1/2 weeks later we’ll come back and walk it in fact. I tell you more later. But first we have an espresso in the Bar de Lancebranlette. From here we have a good view to the hillside we hiked up in the noon. But I can’t see a hiking trail, either, although it’s marked in the map.

frank046Es ist schon später Nachmittag, als wir  wieder hinab ins Tal nach Bourg St. Maurice fahren. Vorbei an imposanter Bergwelt, durch Geisterstädte (Skiorte) und durch etliche Serpentinen. Was für ein wunderbarer Tag!

It’s already late afternoon as we drive down into the valley to Bourg St. Maurice. Past impressive mountains, through ghost towns (ski resorts) and through several serpentines. What a wonderful day!

15 Gedanken zu “Grenzüberschreitend {Savoyen/Savoy – Col du Petit St. Bernard}

  1. Einen schöne Bergtour, wenn auch anders als erwartet. Aber bei solchen Aussichten, auch auf die imposante „Diva“, kann man ja gar nicht anders, als zu schwelgen! (Die Erfahrung des sich Versteigens und einen gehörigen Respekt vor freilaufenden Kühen teile ich mit euch.) Liebe Grüße und einen schönen Donnerstag wünscht dir Petra

  2. Was für eine gigantisch klare Sicht auf all diese Berge und den Mont Blanc, auf dem wohl immer Schnee liegt.
    Die Weite dieser Landschaft ist faszinierend und die Häuser wirken so klein vor der Kulisse der Berge. Fantastische Aufnahmen !
    Viele Grüße, Synnöve

  3. Diese unverstellten Bergblicke sind einfach grandios.
    Warum wart ihr denn so extrem bemüht, den Kühen auszuweichen? Waren das Kampfkühe?😉
    Bisher bin ich den Alpen nur netten Kühen begenet – außer in der Schweiz, da gab es auch andere, aber durch deren Weiden führten dann auch keine Wanderwege.😉

    Herzlich, Katja

  4. Ich kann den andren nur zustimmen, wunderschöne Ausblicke und wärmende Erinnerungen!🙂 Ich habe auch immer großen Respekt bei Begegnungen mit dem Großvieh …

  5. Die Kühe dort sind doch wirklich zu beneiden, solch einen Blick jeden Tag und dazu ein Leben ohne Stress!
    Liebe Grüße und vielen Dank für die Entführung in die Idylle,
    Dani

  6. Eine wundervolle, wenn auch karge Landschaft. Aber gerade das macht ihren Reiz aus.
    Liebe Grüße, Ingrid

  7. Irgendwie muss ich was verpasst haben…muss man den Kühen denn aus dem weg gehen? Habt Ihr da schlechte Erfahrungen gemacht. Vor großen Tieren habe ich keine Angst – wohl aber vor einer toten Poularde :)) LG

Ich freue mich über einen Kommentar. ♥

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s