Der versteckte See {Savoyen/Savoy – Lac de la Plagne}


frank024Chalet Refuge de Rosuel (1.556 m).

An diesem Morgen hängen die Wolken sehr tief, doch wir fahren trotzdem hinauf auf 1.556 m und werden mit blauem Himmel belohnt. Nur auf den Bergspitzen hängen dicke, fette, weiße Wolken. Das ist uns egal, da wir eh nur in einem Tal wandern wollen. Es ist 11.15 Uhr als wir am Chalet Refuge de Rosuel die Wanderschuhe schnüren und starten. Heute steht uns eine lange Wanderung bevor, wie lang sie sich ziehen sollte, ahnen wir da noch nicht.

There are low clouds this morning, but although we drive up to 1.556 m and get rewarded by blue sky. Only the tops of the mountains are still clouded. But doesn’t matter. We only want to hike into a valley. It’s 11.15 h as we lace our hiking boots. Today we have a long hike to do and how long it’ll drag on we didn’t anticipate at that time.

frank025Während unseres Aufstiegs haben wir eine wunderschöne Aussicht hinab ins Tal.
While our ascent we have a beautiful view down the valley.

Der Anstieg zieht sich fast 2 km an einem Berghang hoch ins eigentliche Tal hinein. Wir kommen ordentlich ins Schwitzen, auch wenn wir teilweise im bewaldeten Gebiet gehen. Es sind sehr viele Leute unterwegs, kein Wunder an diesem herrlich sonnigen Sonnabend. Als wir glauben, dass das Gelände endlich ausflacht, steht uns noch ein steiler Anstieg auf einem Eselsteig bevor. Wir sehen dann auch eine Gruppe, die mit Eseln wandert. Auch sicher sehr bequem.

The ascent extends nearly 2 km up a mountainside to the valley we want to hike in. We start sweating even if we go partly into the woods. There are many people on their way. But that’s no wonder on this glorious sunny Saturday. As we think the landscape is flattened out into the valley we have a steep ascent on a monkey path infront of us. Then we se a group which hikes with monkeys. I’m sure it’s very comfortable.

frank026Auch Esel und Wanderer brauchen mal Pause. Even monkeys and hikers need a break.

Dann haben wir es irgendwann geschafft und machen zwischen Geröllhaufen an einem Wasserfall Mittagsrast. Es ist 13.00 Uhr und der See Lac de la Plagne zu dem wir heute wollen, ist noch lange nicht zu sehen. Frisch gestärkt geht’s dann weiter über einen steinigen Weg, der bei jedem Schritt Aufmerksamkeit verlangt. Die Berge zu unserer linken Seite sind schon Teil des Nationaparks Vanoise und ragen bis über 3.000 m auf. Die Gipfel sind aber immer noch von Wolken verhüllt.

Then we have arrived and have our break between boulders nearby a waterfall. It’s 13.00 h and our target the lake Lac de la Plagne isn’t to see for a long time, yet. Refreshed we hike further over a stony path which requires attention at each step. The mountains to our left side are already part of the National Park Vanois and rise up to over 3.000 m. The tops are clouded still.

frank029Mächtiges Tal mit Fluss le Ponturin. Die Berge rechts reichen bis weit über 3.000 m.
Mighty valley with the river le Ponturin. The mountains to the right rise up way above 3.000 m

frank028Murmeltiersuchbild. Search for the marmot!

Im Talgrund schlängelt sich eine Flüsschen, dessen Verlauf wir bis zum Lac de la Plagne (2.144 m) folgen. Erst im wirklich letzten Moment sieht man den See, was teilweise etwas demotivierend sein kann, aber auch dazu anstachelt, weiterzugehen. Unterhalten werden wir unterdessen von Murmeltieren, die wir heute sogar sehen können. Um 14.30 Uhr erreichen wir dann den See und lassen uns im weichen Gras an seinem Ufer nieder.

On the bottom of the valley flows a river which we follow until Lac de la Plagne (2.144 m). You see the lake only in the last minute before you reach it. It can be very demotivating but otherwise very motivation to go further. Meanwhile we get entertained by marmots which we even can see today. We arrive at the lake at 14.30 h and sit down on the soft grass by its lakeside.

frank027Hinter diesem Wasserfall erreichen wir endlich den Lac de la Plagne (2.144 m).
Behind this waterfall we eventually reach the Lac de la Plagne (2.144 m).

frank031Lac de la Plagne (2.144 m). Dahinter/Behind Aiguille de Bacque (2.651 m).

Die Sonne meint es wieder sehr gut mit uns. Wäre das Wasser wärmer, würden sicher einige der Wanderer hier baden gehen. Wir gönnen uns eine halbe Stunde Pause und genießen das unglaubliche Bergpanorama. Das Pfeifen der Murmeltiere ist unsere Musik. Den Rückweg machen wir auf der anderen Seite des Tales, da es dort eine ganze Zeit über saftige Wiesen geht, was sich für uns leichter und schneller geht.

The sun means well with us. Would the water be warmer, I’m sure some of the hikers would take a bath. We treat oneself to a half hour break and enjoy the unbelievable mountain panorama. The whistle of the marmots is our music. The way back we do on the other side of the valley. Because there are mostly meadows what is easier and faster to walk for us.

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Wir überqueren den Abfluss des Sees und stoßen dann Querfeldein auf den Weg zurück. Die Aussicht zum Talausgang hin ist grandios, und wir kommen gut voran. Der Weg führt jetzt eine ganze Weile am Rand des Nationalparks Vanoise entlang, vorbei an den Chalets de la Plagne mit „Garten“. An einem mächtigen Geröllfeld wird der Weg dann bald wieder anspruchsvoller. Wir entscheiden uns jetzt nicht den Eselsteig hinab zu nehmen.

We cross the runoff of the lake and go cross country to the hiking path which leads us back. The view to the exit of the valley is amazing and we’re doing fine. The path leads directly along the border to the National Park Vanoise for a while. Pass by the Chalets de la Plagne with „garden“ we reach a major boulder field. Here the way gets more pretentious again. We decide not to take the monkey path down.

frank033Chalets de la Plagne mit „Garten“. Chalets de la Plagne mit „garden“.

Ja, hätten wir es mal getan, denn der Normalweg geht brutal steil und knochenbrecherisch hinab. Wir fluchen und schnaufen, es kommen uns sogar noch schwer bepackte Wanderer entgegen. Also, sollte es mal jemanden von euch in diese Ecke verschlagen, nehmt den Abzweig Eselsteig (markiert mit roten Eselköpfen). Ich glaube, wenn ich hier hätte auch hoch müssen, wäre ich umgedreht.

But would we had done exactly that. The normal path leads very steep and bone breaking down.  We swearing and panting and even some hikers come up this way with heavy backpacks. So if you are in this corner of the world one time, take the monkey path (marked with red monkey heads). I think if we had hiked up here I had returned at this point.

frank034Chalet de derrière la Rèbe.

Der Abstieg dauert dadurch ziemlich lange, bis wir dann endlich wieder auf dem normal begehbaren Waldweg sind. Doch auch dieser Pfad zieht sich ewig in die Länge. Obwohl weil es nur bergab geht, dauert es gefühlt eine Ewigkeit bis wir unten sind. Die Knochen und Muskeln sind müde. Dafür sind die Aussichten immer noch ganz wunderbar. Nach 6:30 h erreichen wir dann den Parkplatz und sind mächtig stolz auf 588 Höhenmeter und fast 12 km Strecke. Und morgen ist Ruhetag.🙂

f-lacdelaplagne

Thus, the descent takes a long time until we are on the wood path again. But also this path is endless long. Although because it goes only down it feels like an eternity until we’re back at the car. The bones and muscles are tired. Therefor the view still wonderful. After 6:30 h we reach the parking place and are absolutely taking pride in 588 metres of heights and nearly 12 km distance. And tomorrow we have a day off.🙂

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11 Gedanken zu “Der versteckte See {Savoyen/Savoy – Lac de la Plagne}

  1. Wow, was für eine Tour, die den ganzen Tag lang dauert und nur kurze Pausen zulässt. Ein Glück, dass die Sonne schien und ihr diesen phantastischen Blick auf die Berge, in die Weite und auf den Fluss und See hattet. Danke für´s Mitnehmen. Gigantisch !
    Viele liebe Grüße Synnöve

  2. Ja, so ein Abstieg kann sich gelegentlich hinziehen und ebenso herausfordernd wie der Aufstieg werden oder sogar anstrengender. Aber die Landschaft ist wieder prachtvoll (hach, der Regenbogenfleck!) und mir gefällt, wie sich das erste Chalet da hineinschmiegt! Liebe Grüße Pepe

  3. Sehr beeindruckende Bilder… eine so herbe, wilde Schönheit, die mich wieder an deine Islandbilder erinnert. Der Anblick des Wasserfalls… grandios. Da kommt man sich so winzig vor.
    Mit Eseln muss man sein Gepäck nicht selber tragen, das ist praktisch – allerdings achtet man dann auch auch nicht nur auf sich alleine – also würde ich wohl lieber selber schleppen. Respekt für die vielen Höhenmeter in schwierigem gelände – vor allem bergab. Das kann ich gar nicht leiden, da steige ich lieber fünf Mal so viel nach oben, als dass ich es ruunterkraxeln muss. Sonst bräuchte ich auch sehr viele Pausen – wie die Affen. ;-)))))

    Herzlich, Katja

  4. Ich glaube mein Ziel für den nächsten Wanderurlaub steht fest, das ist einfach grandios. Da habt ihr ja wieder eine tollte Tour gemacht, runter ist meist schwerer als rauf, das ist auch meine Meinung. Ich bin ja vor 1 1/2 Jahren auf Kreta die Samaria-Schlucht gegangen, 17 km und 800 m Höhenunterschied, die ganze Tour geht nur runter über Geröll Ich habe trotz guter Schuhe beide großen Zehennägel eingebüßt, so viel zum Runterlaufen. lg Marlies

  5. Dso schöne Fotos und außerdem noch vielen Danl für deine Antwort, ich werde ich mit dem Thema Geocaching sicher noch eingehender beschäftigen!
    liebe Grüße, Dani

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