Magical Iceland 35


iceland443Entspannter Vormittag in Akureyri. Relaxed morning in Akureyri.

Akureyri, Torffarm und ein einsames Tal. Akureyri, turf farm and a lonely valley.

Heute werden zur Abwechslung mal recht früh von einem Riesenrasenmäher geweckt. Auch gut, so kommen wir früher los. Als wir losfahren, regnet es leicht. Im nahen Akureyri ist’s dann trocken und mit 17°C sehr warm. Glücklicherweise liegen keine Kreuzfahrtschiffe im Hafen, so dass wir die Stadt ganz anders wahrnehmen, als im letzten Jahr. Da war der Ort überschwemmt mit Touristen. So ist’s eine gemütliche Morgenstimmung. Die Läden machen gerade auf und wir bummeln ein bisschen durch den Ort und Geschäfte.

Today we get awoken really early by an huge lawnmower. It’s OK, so we hit the road earlier. As we start it’s raining a little bit. In the near Akureyri it’s dry and warm with 17°C. Luckywise today no cruise ships lying in the habour. And so we experience the town in a very different way than last year. Then the town was crowded by (cruise ship) tourists. Now it’s a cosy morning atmosphere. The shops opens just now and we stroll through the town and some of the shops.

iceland444Es gibt viel zu erleben in und um Akureyri. There’s much to experience in and around Akureyri.

Kurz vor Mittag fahren wir dann nach Laufás. Dies ist ein alter Hof, der aus Torfhäusern besteht. Genau unser Ding. Innen sind die Gebäude überraschend gut ausgestattet. Die Decken sind herrlich niedrig und überall knarrt und knarzt es. Der Hof wurde Mitte des 19. Jh gebaut und bis 1936 bewohnt. An den Wänden in der Vorratskammer, z. b.  kann man schön die Torfziegel erkennen, aus denen die Häuser gebaut sind.

Just before noon we drive to Laufás. It’s an old farm which is made of turf houses. Exactly our cup of tea. Inside the buildings are well equipped. The ceilings are lovely low and everywhere it’s creaking. The farm was built in the middle of the 19th century and was occupied until 1936. At the walls in the buttery, e.g., one can see the turf bricks of which the houses are made of. 

iceland449Torfhof Laufás mit Kirche. Turf farm Laufás with church.

iceland446Gästebett in Laufás. Spare bed in Laufás.

iceland448Schlafzimmer des Hausherren. Sleeping room of the head of the household.

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Als wir hinaustreten, geht der Blick weit über den Eyafjörður. Grandios. Es sind kaum Touristen hier und wir können die umliegenden Landschaft in aller Ruhe genießen. Anschließend fahren wir weiter auf einer Schotterpiste durch das einsame Dalsmynni Tal. Tief hat sich hier ein Fluss in den Talboden eingefressen. Es gibt nur sporadisch ein paar Höfe. Wunderschön ist es hier. Kein anderes Auto ist zu sehen. Es ist immer wieder toll, wie ruhig es wird, wenn man von der Ringstraße abbiegt und sich alternative Routen sucht.

As we step out of the building the views goes wide over Eyafjörður. Gorgeous. Here are nearly no tourists and we can enjoy the surrounded landscape calmly. Following we drive on a gravel road through the lonely Dalsmynni valley. A river has dug in deeply in the valley. Here are only few farms. It’s so beautiful here. No other car is to see here. It’s always great how calm it get’s if you only leave the Ring Road and look for alternative routes.

iceland450Einsames Dalsmynni Tal. Lonely Dalsmynni valley.

Schotterpistenodyssee and Abend in Husavík. Odyssey on a gravel road and an evening in Husavík.

Über kurz oder lang stoßen wir dann aber wieder auf die Ringstraße, die uns zum Goðafoss führt. Hier halten wir auch dieses Mal an und machen ein paar Fotos. Da gerade keine Sonne scheint, geht es zu dieser Tageszeit (Nachmittag) auch sehr gut. Im nahen Souvenirshop und Café erholen wir uns erneut und lassen uns Kaffee und Kuchen schmecken. Insgesamt ist es heute ein ruhiger Tag hier. Sehr entspannt, da scheinbar immer noch keine Kreuzfahrtschiffe in Akureyri angelegt haben.

Sooner or later we have to drive back to the Ring Road which leads us to the Goðafoss. We stop this time, again. And I take some photos. And since there’s no sun on this time of the day (afternoon) it works very well. In the near souvenir shop and café we relish coffee and cake. Altogether it’s a calm day her, because it seems to be that there are still no cruise ships in Akureyri.

iceland451Die Wolken geben ein bisschen an. The clouds are showing off a little bit.

Nach dieser Stärkung wollen wir zum Barnafoss. Wir wissen nicht so ganz genau wie er zu erreichen ist, haben nur so ein gewisse Ahnung. Also einfach mal an einer Schotterpiste abgebogen und los geht’s. Dass das nicht so eine gute Idee war, merken wir dann recht bald. Die Straße wird zum Weg, auf dem zwei Autos niemals nebeneinander Platz haben. Hauptsache die Straße hat eine Nummer. Sie ist extrem holperig mit dicken, fetten Steinen. Wir haben eindeutig das falsche Gefährt für so einen Abstecher. Nach mehrern Kilometern Schleichfahrt bekommen wir dann eine etwas bessere Schotterpiste unter die Räder.

After that refreshment we’ll drive to Barnafoss. We don’t know how to reach it and have only a little idea where we have to drive. So we turn to the right into a gravel road. We notice soon that this wasn’t the best idea. The road becomes only a path and it’s really narrow so not two cars should met here. The main point is that the road has a number. Moreover it’s extremely bumpy with big stones on it. It’s clear we have the absolutely wrong vehicle for such a detour. After several kilometres silent running we reach a better gravel road.

iceland452Fluss Skjálfandafljót. Der Goðafoss ist in meinem Rücken. River Skjálfandafljót. The Goðafoss is in the rear of me.

iceland453Apfelkuchen. Apple pie.

An einem Hof, der in unmittlbarer Nähe zum Wasserfall liegt, müssen wir dann aber wenden, da jetzt nur noch ein schmaler, halb zugewachsener Weg weiterführt. Inzwischen ist es sehr warm geworden. Es sind gut 20°C, und die Sonne ist herausgekommen. So werden wir ein bisschen in unserem Auto ohne Klimaanlage gebraten. Aber es ist schön, und wir düsen bald wieder mit Asphalt unter den Reifen nach Husavík.

At a farm in close proximity to the waterfall we have to turn, because now only a small and overgrown path leads further. Meanwhile it’s got very warm (20°C). And the sun came out. So it’s getting hot in our car without air condition. But it’s nice and we pelt on a pretty tarmac road to Husavík.

iceland454Am Hafen Husavík. At Husavík habour.

Die Landschaft ist hier sehr lieblich und wir können bald schon das Meer sehen. Unser Gästehaus in Husavík liegt in einem Wohngebiet. Es ist niemand anwesend. Durch eine Gegensprechanlage erreichen wir einen eher unfreundlichen Mann, der nach unserem Namen fragt. Nach einer kurzen Pause sagt er, dass gleich jemand vorbeikäme. Später fährt dann eine Frau vor, die uns relativ hektisch alles erklärt. Frühstück von 7 – 11 mit Self Service, heißt, sie bestückt den Kühlschrank und bringt Brot vorbei, und alle Gäste nehmen sich dann selber. Kaffee kann man sich aus einem riesigen Kaffeeautomaten ziehen, wie man ihn aus öffentlichen Gebäuden oder Firmenfluren kennt.

The landscape is lovely and soon we can see the sea. Our guesthouse in Husavík is situated in a housing area. Nobody is there. But we get in contact with a fairly unfriendly man via an intercom. He ask our name. After a short break he tells us that someone will come soon. Later a woman arrives and show us everything in a real hectic way. Breakfast from 7 – 11 am. with self service. Meaning the guests prepare the breakfast to themselves. She fits the fridge and brings bread and everybody can help themselves. You can get coffee from an huge coffee brewer you know from department buildings or hallways in corporates.

iceland455Seelachs. Hoffentlich nicht im Hafenbecken gefangen, denn da schwamm recht viel Öl auf dem Wasser.
Pollack. Hopefully not fished in the harbour basin, because relatively much oil was floating on the water.

Nach so vielen Informationen beziehen wir unser Zimmer, eines von acht in diesem ehemaligen Einfamilienhaus. Anschließend gehen wir ein bisschen was Einkaufen und machen uns dann auf den Weg zum Hafen. Dort herrscht eine recht entspannte Stimmung. Wir bummeln ein bisschen umher und suchen uns dann ein Restaurant für’s Abendessen. Jetzt erst merken wir, wie müde wir sind. Das Essen ist ganz lecker, mehr aber auch nicht. Es gibt Chicken Sandwich mit Pommes und Pasta mit Hühnchen, Fenchel und Basilikumpesto.

After so many informations we move to our room, one of eight in this former one family house. Following we go shopping in a grocery and then we go to the harbour. There’s a very relaxed atmosphere. We stroll around and looking for a restaurant for dinner. Only now we notice how tired we are. The food is OK, but not more. We eat chicken sandwich with chips and pasta with chicken, fennel and basil pesto.

iceland456Blick auf die Restaurantmeile in Husavík. View to the restaurant mile in Husavík.

Im Westen hängen dicke Wolken über der Bergkette. Sollten das die Vorboten für das morgige Wetter sein?

Above the mountain range in the west hang thick clouds. Should that be the forerunner for the tomorrow’s weather?

iceland-collage026Hühnchen Sandwich mit Pommes. Pasta mit Hünhchen, Fenchel und Basilikumpesto.
Chicken sandwich with chips. Pasta with chicken, fennel and basil pesto.

 ♥

23 Gedanken zu “Magical Iceland 35

  1. Überraschung beim ersten Foto! Auf so enge Bebauung bin ich bei Deinen Islandposts gar nicht eingestellt🙂 Aber dann der Torfhof – wie faszinierend! Ob Torf auch heute noch in Island für Bauten verwendet wird? Duftet es nach Torf in den Häusern? Diese Grasdächer sind immer wieder so schön…bedauere jetzt schon das Ende dieser Deiner Islandserie (hoffentlich noch nicht allzu bald!) Wohin geht es das nächste Mal ??? Liebe Grüße, Anette

    • Du, es riecht gar nicht besonders in den Häusern. Also auch nicht anders, als anderswo. Torf wird m. W. heute nur noch für den Nachbau historischer Torfhäuser benutzt.😀
      Die Reise geht schon noch ein bisschen weiter, über die Hälfte ist aber schon vorbei.

  2. Diese Landschaft ist wirklich beeindruckend. Mich fasziniert, ich weiß, ich wiederhole mich, diese Weite, Stille und Leere unwahrscheinlich. Aber wie man zu Beginn Deines Posts sieht, es gibt beides zu erleben, Ein bisschen Trubel und ganz viel Ruhe. Das Torfdach-Dorf gefällt mir auch sehr gut. Ich finde Deine Island-Reihe sehr interessant und lesenswert!

    Liebe Grüße
    Birgit

  3. Das hat was, ein Haus in den isländischen Nationalfarben zu streichen, es fällt zumindest SEHR ins Auge. Wunderbar gemütlich wirken die Torfhäuser mit ihren grasbewachsenen Dächern. Schön, diese vielen verschiedenen Eindrücke zu Gesicht zu bekommen, inklusive „Angeber-Wolken“ (Du weißt sicher, dass du mich gelehrt hast, grau als Farbe warhzunehmen und zu schätzen?). Ganz herzliche Grüße in den Norden, möge „Xaver“ euch nicht allzusehr beuteln, Pepe

  4. Wieder sehr viele unterschiedliche Eindrücke. Schön finde ich immer die farbenfroh gestrichenen Häuser, ein großer Kontrast zur Landschaft.
    LG, Franka

  5. Diesmal eine ganz andere Seite von Eurer Tour: die belebten Straßen einer Stadt und außer den Landschaftsbildern, sind etwas mehr Menschen und belebtere Plätze zu sehen. Das ist wundervoll. Die alten Betten sehen aus, wie in einem Museum. Auf den Fellen lässt es sich hoffentlich gut schlafen. Vielen Dank für diese phantastischen Einblicke in diese Tagestour.
    Viele liebe Grüße Synnöve

  6. Die Häuser wirken so fröhlich, was mir gut gefällt. Vielleicht will man damit dem (scheinbar?) oftmals grauen Himmel ein Lächeln entlocken? Häuser aus Torf – spannend! Wie riecht es drinnen? Wie ist das Raumklima? Lieben Gruss🙂

    • Es duftet nicht besonders. Also ganz normal.😉
      Das Raumklima soll sehr gut sein. Ich habe jetzt schon in mehreren historischen, isländischen Büchern gelesen, dass es im Winter in diesen Häusern viel wärmer ist, als in Holzhäusern. Zumal bei der Heizsituation damals. Die Nutzung der geothermalen Energie gab’s da ja noch nicht.😉

  7. Danke vielmals fürs fotografische mitreisen lassen! Die Aufnahmen sind wunderbar und vermitteln einen tollen Eindruck… so viel „Gegend“😉 – sehr sehr reizvoll! Ich wünsche Euch noch viel Freude auf Eurer Reise!
    Herzlich,
    Britta

  8. Ach, ich kann von deinen Fotos gar nicht genug bekommen! ich muss dort unbedingt auch mal hin, wenn es nur nicht so weit und so teuer wäre…Aber man muss ja immer noch Ziele und Träume haben oder?
    Liebe Grüße, Dani

  9. Die Torfhäuser sind sehr spannend. Ich glaube ich muß wirklich bald mal nach Island reisen. Aber ob das mit Kleinkindern sinnvoll ist?
    Liebe Grüße
    Suse

  10. Beim ersten Foto dachte ich jetzt auch, das kann nicht Island sein.🙂
    Beeindruckend finde ich die schroffen Flußufer, sehr dramatisch.

    Herzlich, Katja

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