Handwerkszeug {tools of trade}


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Ich liebe es, zu malen. Begonnen habe ich als Kind, wie ja so viele. Ich bin dran geblieben und habe alle möglichen Techniken ausprobiert. Sei es Aquarell, Kohle, Ölkreiden oder Acryl. Gut, die Acrylphase war sehr kurz, gebe ich zu.😉 Es ist einfach nicht mein Medium. Seit vielen Jahren habe ich mich nun sehr auf das Malen mit Öl eingeschossen. Dazu verwende ich oft Spachtel. Der Farbauftrag ist schön dick und ich kann mich so richtig schön austoben und sehr viel Dynamik ins Bild reinbringen.

Bei zwei Ausstellungen (mehr dazu hier und hier) konnte ich meine Arbeiten auch schon einem kleineren Publikum nahebringen. Die Rückmeldungen, die ich von den Besuchern bekommen habe, war sehr interessant, und es ergaben sich viele spannende und anregende Gespräche. Darum möchte ich euch heute mal fragen, was mögt ihr an einem Bild? Wann seit ihr völlig davon fasziniert? Ich weiß, das ist schwer zu beschreiben, aber ich freue mich, wenn ihr es mal versucht. Ein paar Makros von meinem Handwerkszeug habe ich euch mal rangehängt. Mit der Zeit haben sie eine schöne Patina bekommen. Ich liebe sie ganz einfach!

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I do love to paint. I started as a child like many others. I stayed with it and tried all sorts of techniques. Be that water colours, charcoal, oil crayon or acrylic. Well, I have to admit that the acrylic phase didn’t lasts long.🙂 It’s really not my medium. Since many years I’m home in to paint with oil. For that I use often palette knives. The paint application is pretty thick and I can let off steam and bring much dynamic into the painting.

At two exhibitions (more here and here) I could give the audience an understanding of my art work. The feedback I’ve got from the public were very interesting and it came out very exciting and inspiring conversations. That’s why I would like to ask you today for what reason do you like a painting? When are you really fascinated about it? I know, it’s difficult to describe, but I’ll be glad if you’ll try it. I add some close-ups of my tools of trade. In the course of time they got a beautiful patina. I simply do love them!

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Und einen Gewinner für das Ölbild „Wasserfall“ habe ich gestern gezogen. Es ist Gabs. Herzlichen Glückwunsch!

🙂

And the winner for the oil painting „Waterfall“ is Gabs. Congratulations!

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14 Gedanken zu “Handwerkszeug {tools of trade}

  1. Das ist allerdings schwer in Worte zu fassen. Ein Bild, Kunst generell muß etwas tief drin in mir berühren – Wünsche, Sehnsüchte, Freude, Traurigkeit, Erinnerungen, Farbliebe… dann hat sie mich. Eigentlich ist dafür perfekte Technik, oder überhaupt die Technik unerheblich. Wenn sie mich berührt, dann finde ich sie schön. Dein Meerbild im Islandzimmer zum Beispiel tut es. Edward Hoppers Sonnenschein, der durch Fenster fällt, kann es. Gute Illustration oder Grafik kann es auch, auch eine Fotografie. Wichtig ist das, was es in mir auslöst, viel mehr als Motiv, Technik oder bezifferter Wert.

    Herzlich, Katja

  2. Mir geht es da ähnlich wie Katja. Neben der Berührung lasse ich mich auch gerne von einem Bild inspirieren, Vom Motiv, den Farben aber auch von Technik und Material. Ein für mich perfektes Bild, lässt mir ganz viel Spielraum für meine eigene Phantasie, je weniger tatsächlich darauf zu sehen ist, desto besser😉
    Somit sind heute Deine Aufnahmen z.B. auch ein Anschubser für mich. Vielen Dank dafür und Dir einen glücklichen Tag
    Herzliche Grüße Joona

  3. Oh, welch wunderbare Werkzeuge und schöne Patina.
    Bei einem Bild muss für mich als erstes die Farbe stimmen, d.h. die Farbkombination sollte mich in meiner momentanen Stimmung abholen. Danach darf das Bild nicht mit dem ersten Blick alles preisgeben, sondern es sollte mich locken, länger zu verweilen um Feinheiten oder andere Elemente, wie z.B. Struktur entdecken zu können. Und ich liebe mystische (geheimnisvolle) Bilder…
    Viele liebe Grüße Synnöve

  4. Besser als Katja könnte ich es auch nicht ausdrücken: Etwas in mir, wird von einem Bild berührt, ja vielelicht ist es sogar eine Art von Begegnung in einer Art Zwischenraum. Farbstimmungen haben bei mir diesen Effekt, etwa die Bilder von Rothko, die hier in München mal ausgestellt waren. Als Druck kommen sie weniger gut rüber, weil die Farbschichten, mit denen er arbeitet, im Original irgendwie mehr mit durchschimmern und wirken. Interessant finde ich auch einige Ölgemälde von Gerhard Richter, bei denen er den ersten Farbauftrag nicht ganz hat trocknen lassen. Mit der Zeit bricht dieser Untergrund durch die oberen Farbschichten, mit erstaunlichem Effekt – das Bild „lebt“ quasi und hat eine echte Eigendynamik, etwas Unvorhersehbares, Unplanbares. Rupprecht Geiger, den ich zuvor nicht kannte und dessen Neon-Farben mir erst einmal fremd waren, hat Bilder gemalt, die einen regelrecht ganz körperlich spürbar „angreifen“. So was kannte ich nur von Anish Kapoors Skulpturen, die einem schon mal wie mit einer Faust in den Magen hauen.
    Faszination Kunst – sie selbst zu machen, selbst in den Ausdruck zu gehen, ist auch ein ganz wunderbarer Prozess! Herzliche Grüße Pepe

  5. Deine Makros sind sehr schön! Die Farben sind für mich sehr wichtig und das „Leuchten“, welches eine mystische Stimmung schafft, z.B. grandios bei Vermeer. Kürzlich habe ich André Laban kennen gelernt, ein bekannter Künstler (und Filmemacher), der unter Wasser malt, was ich sehr spannend finde. Seine Bilder (in Blau, klaro😉 ) haben auch dieses faszinierende Licht. Lieben Gruss

  6. Möglicherweise fragt man sich bei jedem Bild, das einen fasziniert, warum das so ist, was es in einem selbst zum Klingen bringt. Letztendlich weiß ich es nicht. So dachte ich früher mal, mir würden nur Impressionisten gefallen. Als ich sie aber von ganz nah sah (man sollte wohl weiter weg stehen), war der Zauber ein wenig verflogen. Umgekehrt hätte ich nie gedacht, dass mich mittelalterliche Malerei interessieren könnte, aber viele der wunderschönen Bilder im Wallraf-Richartz-Museum (Fond. Corboud) haben mich in ihren Bann gezogen. Ich glaube, leuchtende Farben ziehen mich an, geheimnisvolle Details??

  7. bei mir war es auch ganz lange öl;) man kann malen malen..verwerfen, auftragen, verwischen und das ganz ist nicht gleich trocken..herrlich!ich mag bilder mit struktur, spannenden farbkombinationen und eigentlich lieber abstrakt.
    total schöne fotos vom werkzeug!
    alles liebe! sarah

  8. Wunderbar Dein Werkzeug – da bekomme ich selbst auch gleich Lust, zu malen… Für mich sind Farben und Strukturen sehr wichtig und das ganz viel Raum für meine eigene Phantasie bleibt. Daher werde ich auch eher von abstrakten Bildern angezogen. Obwohl ein Stilleben eben auch etwas sehr beruhigendes haben kann, und das ist wiederum auch schön. Tja – nicht so einfach zu beschreiben – es muss einfach gleich passen. Ich kann mir schwer vorstellen, mich an ein Bild erst „zu gewöhnen“… Liebste Grüße, Anette

  9. huch, bei bildern, da bin ich schwer zufriedenzustellen. aber das ist wohl normal und auch gut so, wenn man das bildermalen studiert hat …

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