Magical Iceland XV


iceland174Hafen Höfn – Höfn habour

Der Wetterumschwung kündigte sich ja schon gestern Abend an. Und bei 11°C und Niesel fahren wir auf der Ringstraße Richtung Süden. Die Straße ist breit und ganz neu asphaltiert. Ein letztes, kurzes Stück Schotterpiste gibt es aber auch auf der Ringstraße. Die Straße führt auf einen Bergpass. Der Nebel wird schlagartig so dicht, dass wir die Begrenzungsstäbe (15 m auseinander) nicht mehr sehen kann. Ich sitze gerade am Steuer und zittere uns im Schrittempo auf den Pass und wieder hinunter, samt aller Serpentinen dazwischen.

The break in weather announced already yesterday evening. So we heading south with 11°C and drizzle in the air. The road is wide and new asphalted. But a last, short part of the ring road is still a gravel road. The road leads up to a mountain pass. The fog gets so thick in seconds so that we couldn’t see the road poles (15 m apart). And as I am the driver in that moment I go at a crawl the mountain pass up and down with all the serpentines between.

iceland170Breiðdalsvík (vík = Bucht) – Breiðdalsvík (vík = bay)

Die Abkürzung durch die Berge ist bei der Sicht keine Option. Also werden wir wieder ein paar Fjorde ausfahren. Hier ist es ja überall schön. Nach einigen Kilometern im Tal, haben wir wieder Asphalt unter den Rädern. Dafür regnet es jetzt ganz wunderbar. Die Sicht ist heute wirklich nicht sehr doll. Bald sind wir dann auch wieder am Meer und erster Stopp ist in dem kleinen Ort Djúpivogur (360 Einwohner). Wir flüchten vor’m Regen direkt ins Langhaus (Langabúð), was heute ein Heimat- und Kunstmuseum sowie ein Café beherbergt.

The shortcut through the mountains isn’t an option because of the lousy visibility. So we’ll drive round some nice fjords, instead. After a few kilometres in the valley the road changes to asphalt again. Therefor it’s raining beautifully. The sight is really bad today. Soon we reach the ocean and our first stop is the little village Djúpivogur (360 inhabitants). We escape from the rain into the  Langabúð (long house).  It houses an local and an art museum plus a Café.

iceland171Langhaus in Djúpivogur – long house in Djúpivogur

Nach einem kleinen Ortsrundgang fahren wir weiter. Auf dem Álftafjörður (Schwanenfjord) schwimmen tatsächlich unzählige Schwäne, die das schlechte Wetter scheinbar unbeeindruckt hinnehmen. Der Wind nimmt stark zu. Und wir beschließen, eine kleine Mittagsrast im Auto zu machen. Bei Knäckebrot und Tomaten stärken wir uns. An einem Abwzeig fahren wir dann zur Küste hinab. Hier bieten sich tolle Fotomotive. Die Wellen schäumen blütenweiß an den schwarzen Strand. Das Meer tobt. Es ist der Wahnsinn!

After a short walk through the village we carry on. At Álftafjörður (Fjord of Swans) swim actually a vast of number of swans. They seems not really impressed by the bad weather. The wind is rising very much and we decide to have our lunch inside the car. We refresh ourselves with crisp bread and tomatoes. Later at a turnout we drive down to the coast. Here we find great scenes. The waves washes up on the black beach. The ocean is clamoring. Awesome!

iceland172Küste bei Þvottárskriður – coast at Þvottárskriður

Von den sich steil erhebenden Bergen direkt an der Küste sehen wir dank tief hängender Wolken nicht viel. Es ist aber irgendwie ein tolles Wetter. An der Straße sind schon Windwarnschilder aufgestellt, was wirklich nicht übertrieben ist. Manchmal denke ich wirklich, wir heben jeden Moment ab und werden ins Meer geschleudert, so zerrt der Sturm an unserem Auto.

We can’t see anything from the steep rising mountains because of the low clouds. But it’s great weather, anyway. At the road are warning labels because of heavy storms and gusts in this area. And it isn’t overstated. The wind tears at our car, so that I sometimes think we lift off and get hurled into the ocean.

iceland173Kunstatelier in Höfn – art atelier in Höfn

Die Ringstraße führt dann weit über dem Meer, auf einem ihrer atemberaubendsten Abschnitte entlang. Die Fahrt am Geröllhang Hvalnesskridur ist spektakulär und beängstigend zugleich. Wie spektakulär dies hier bei Sonne aussehen muss, können wir nur erahnen. Wie beängstigend die Straße sein kann, merken wir, als plötzlich dicke Steine und Felsbrocken vor uns auf der Fahrbahn liegen. Uns wird jetzt echt mulmig. Nichts wie weg!

Then the ring road leads high above the ocean to its most breathtaking parts. The journey at the boulder slope Hvalnesskridur is spectacular and scary at the same moment. How spectacular it really is, is a fact that we only can divine. How scary it can be we experience immediately as there are big stones and boulders on the lane right in front of us. We get really uneasy. Cut and run!

iceland175Ausläufer des Vatnajökull-Gletschers – foothills of Vatnajökull glacier

Nach dem Manövrieren um die Felsbrocken herum und anschließendem Vollgas, kommen wir bald in etwas ruhigere Gefilde und erreichen bald die Stadt Höfn (1600 Einwohner). Hier können wir erstmal bei einem kleinen regenfreien Spaziergang runterkommen. Im Café Hornið lassen wir es uns bei Kaffee und warmen Apfelkuchen gut gehen. Eigentlich sollte man in Höfn Hummer essen, weil es die Hummerhauptstadt Islands ist. Aber nachmittags um drei ist uns noch nicht danach!😉

After I eased the car successfully around the rocks and put the pedal to the metal, we reach more calmer realms. We carry on to the small town Höfn (1600 inhabitants). At a rainless walk we come back down. In Café Hornið we enjoy coffee and warm apple cake. You should rather eat lobster in Höfn, because it’s the lobster capital of Iceland. But at 3 pm we aren’t in the mood for it.😉

iceland177Glockenblume – blue bell

Von hier können wir schon Ausläufer des riesigen Vatnajökull-Gletschers sehen. Auch auf der Weiterfahrt sehen wir immer wieder ein bisschen die herabfließenden Gletscherzungen. Am Fluß Kolgríma halten wir kurz, weil über ihm ein mystischer Nebelschleier liegt. Die Kontraste auch am heutigen Tag sind wieder irre. Null Sicht, Sturm, Regen, Windstille und Nebel; mal wieder (fast) alles dabei.

From here we can already see foothills of the big Vatnajökull glacier. Also at our continuation of the journey we have glimpses of the glacier tongues. Then we have a little photo stop at river Kolgríma because it’s surface is covered by mystical fog. The contrasts this day are big again. No sight, storm, rain, calm and fog – we got almost everything, again.

iceland176Mystischer Nebel über dem Fluss Kolgríma – mystical fog above river Kolgríma

Bis zu unserem heutigen Gästehaus, das wieder einem Hotel angegliedert ist, ist es nicht mehr weit. Wir bekommen ein Zimmer mit Meerblick. Das verbirgt sich zwar hinter’m Nebel, dafür ist das Meer zu hören. So habe ich das Meer noch nie brüllen gehört. Es ist einfach einmalig. Zum Abend gehen wir hoch zum Hotel und essen heute wieder ein Buffet, was allerdings nicht an das von vorgestern rankommt, uns aber trotzdem überreichlich satt macht.

It’s not that far anymore to our guesthouse for today. It’s again associated to a hotel. We get a room with ocean view. But the ocean is befogged. Therefor we hear the ocean roaring. I’ve never heard an ocean roaring of that kind. It’s simply unique. For dinner we walk up to the hotel. We eat again from a buffet what isn’t worldshaking, but left us behind very surfeited.

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Das Meer hören wir noch lange brüllen an diesem Abend, und insgeheim wünsche ich mir, dass der Nebel morgen auch noch da ist. In einer Woche werdet ihr sehen, warum!😉

We hear the ocean roaring for a long time this evening. And secretly I wish the fog is still there tomorrow. You’ll see why in only one week!😉

iceland178Kvennaskálatindur und Islandpferde hinter dem Gästehaus
Kvennaskálatindur and Icelandic horses behind the guesthouse

18 Gedanken zu “Magical Iceland XV

  1. Vielen Dank für die Herzhupfermomente an diesem hier so unspektakulär einfach nur grauen Donnerstag. Wie atemberaubend kann dagegen ein verhangener regentag in Island sein. Jede Woche wieder bin ich fasziniert, begeistert, berührt… ja, vor allem das.

    Vielen Dank! Herzlich,
    Katja

  2. Wieder sehr schön und Woche um Woche wird meine Vorfreude auf meinen Islandurlaub nächstes Jahr mehr und mehr wenn ich die schönen Bilder sehe🙂

  3. Huh – heute lässt mich dein Bericht richtig ein bisschen schaudern – aber im positiven Sinne!!! Ich kann den Wind förmlich spüren und das Meer hören…Toll beschrieben wie immer! Liebe Grüße von Anette

  4. Oh, mal ein anderes Gesicht, das Island da zeigt. In all dem Grau (am Anfang) hat’s mir das rote Haus besonders angetan, ein ganz wunderbarer Rotton ist das. Nun bin ich natürlich neugierig, warum du dir weiter Nebel wünschst!
    Liebe Grüße, Pepe

  5. Ich finde es wunderbar, dass ihr diese Naturgewalten von Island ansatzweise erleben durftet. Schön, dass ihr mit heiler Haut nach Hause gekommen seid. Mich begeistern die Farben grau-blau-schwarz des Meeres. Das Brüllen kann ich mir ansatzweise vorstellen…
    Viele Grüße Synnöve

  6. Och, somehow my comment ended up on your fruit tea post….tccchhhh!!
    Here ‚tis again — I really like your humour (in this post)….LOL. :O) And the great photography too!

  7. Virkelig magisk fra Island:) Det ene bildet flottere enn det andre hele veien:) Artig kunst på utsiden av huset i kunstatelieret. Skulle gjerne vært på Island med mitt fotoapparat for bildene dine inspirerer:)

    Det snør julesnø her i Trondheim:) Ha en fortsatt fin førjulstid:)

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