Magical Iceland XIV



Nach einem ebenso reichlichen Frühstück, wie gestern Abend schon beim Buffet erwartet, fahren wir am Vormittag zum Südende des Sees Lagarfljót. Im See soll ein Wurm-Ungeheuer leben, wir haben es allerdings nicht gesehen. ;)  Wir beginnen eine Wanderung zum 2 km entfernten Hengifoss, wobei wir 400 Höhenmeter überwinden. Es ist noch sehr leer und wir steigen stetig bergan.

As we expected after the plentiful buffet yesterday evening the breakfast this mornig was rich, too. We drive to the southern end of Lake Lagarfljót. A worm monster is believed to live in the lake, but we haven’t seen it.😉 We start a hike to Hengifoss which is 2 km away. We have to climb a heigths of 400 metres. It’s still very empty here and we go steadily uphill.

Sumpf-Vergissmeinnicht – true forget-me-not

Sumpf-Herzblatt – bog-star

Mit jedem Schritt öffnet sich das Tal weiter unter uns. Der erste Wasserfall, den wir sehen ist der Litlanesfoss, der sich malerisch über eine Basaltstufe stürzt. Das eigentliche Ziel, der Hengifoss ist aufgrund der Regenarmut nicht ganz so imposant, ist mit 118 m aber der dritthöchste Wasserfall Islands. Aber die roten Sedimentschichten, die das Lavagestein hinter dem Wasserfall durchziehen, sind äußerst eindrucksvoll.

With every step the valley beneath us opens up a little bit wider. The first waterfall we see is Litlanesfoss, which precipitates a basalt step very picturesque. The root destination, the Hengifoss is because of dry days before not that impressive, but it’s the third highest waterfall Icelands with 118 m waterfall drop. But the lava rock which is crossed by red sediment layers are very spectacular.

Litlanesfoss

Hengifoss

Der Weg hinab ist dann relativ schnell bewältigt, und obwohl es nur 14°C sind, ist es in der Sonne ziemlich warm. Wie beschließen ans Meer nach Seyðisfjörður (Fjord der Feuerstelle) zu fahren. Dafür fahren wir durch das Städtchen Egilsstaðir, über einen Bergpass nach Seyðisfjörður (750 Einwohner). Die Anfahrt hinab zum Ort ist atemberaubend. Wie eine kleine Perle schmiegt sich der Ort an die steilen Berghänge direkt am Meer.

The way down is easy and while it’s only 14°C it’s very warm in the sun. We decide to drive to the sea to Seyðisfjörður (fjord of the fireplace). We pass the small town Egilsstaðir, up over a mountain pass to Seyðisfjörður (750 inhabitants). The journey down to the spot is breathtaking. The village nestles at the high mountains like a little pearl.

See Lagarfljót und Egilsstaðir von der Passstraße aus gesehen
Lake Lagarfljot and Egilsstaðir seen from the mountain pass road

Seyðisfjörður von der Passstraße aus gesehen
 Seyðisfjörður seen from the mountain pass road

Will man per Fähre von Dänemark via Färöer oder Norwegen nach Island reisen, dann kommt man in diesem idyllischen Örtchen an. Welch eine schöne Empfangskulisse. Der Ort ist etwas anders als andere auf der Insel. Er wird auch das norwegische Dorf genannt. Viele Häuser erinnern an norwegische Häuser, und auch zu Zeiten des Heringsfangs im 19. Jh. verhalfen Norwegern dem Ort zum Aufschwung.

If you want to travel by ferry from Danmark/Faeroe Islands or Norway to Iceland you’ll arrive here. What a magnificent piece of scenery. The village is a little bit different than others on the island. It’s also called the Norwegian village. Many houses reminds to Norwegian houses and also in the times of herring catch in the 19. Jh. Norwegians helped the village to become prosperous.

oben: Biosalat | unten: gebackener Camembert
above: Organic Salad | below: fried Camembert

Uns gefällt der Ort wirklich sehr, wir wollen aber erst einmal unseren Hunger stillen. Das Bistro Skaftfell ist leicht alternativ angehaucht und sehr gut besucht. Wir essen Bio-Salat mit Ei, roter Beete, Nüssen und Grünzeug sowie Gebackenen Camembert mit Mangochutney und geröstetem Knoblauchbrot. Es ist sehr lecker, und die braunen Trinkgläser haben mir es besonders angetan.🙂 Anschließend besuchen wir noch eine Kunstausstellung im Obergeschoss.

We really like this spot but first we have to satisfy our hunger. The Bistro Skaftfell has a little alternative touch and it’s well-patronized. We have Organic Salad with egg, beetroot, nuts and greens. And fried Camembert with mango chutney and rosted garlic bread. It is delicious and I fell for the brown drinking glasses they use.🙂 Afterwards we visit the art exibition upstairs.

Seyðisfjörður

Der Ort macht aber auch anderswo einen künstlerischen Eindruck. Es gibt viele Galerien und Ateliers. Ein sehr inspirierender Aufenthalt. Hier würde ich mich gerne mal einen Winter einschneien lassen und ein Atelier beziehen. Was wegen der abgelegenen Lage durchaus regelmäßig passiert.  Im Moment scheint jedoch die Sonne prachtvoll vom Himmel und wir genießen unseren Ortsbummel sehr. Am Hotel Aldan ist jetzt richtig was los.

But someplace else you can feel the creative vein of the inhabitants, too. There are many galleries and ateliers. It’s very inspiring. I would like to get snowed in here for a winter and move into an atelier. What happens regularly because of the remote location. But in this moment the sun is shining brightly from the sky and we enjoy the stroll. At Hotel Aldan is a lot going on now.

Wir verabschieden uns jedoch und nach kurzem Kaffee- und Lebensmittelstop in Egilsstaðir (ca. 2300 Einwohner) halten wir an unserem Gästehaus. Wir schnappen uns ein paar Lebensmittel und fahren auf einer ehemaligen F-Straße (ihr wisst schon, die für Allradfahrzeuge) ins Hochland. Wir wollen zum umstrittenenen Staudamm Kárahnjúkar, der der größte Europas (57 qkm) ist. Auch den schneebedeckten Berg Snæfell (1833 m) wollen wir sehen. Doch die Sicht hier oben ist eher bescheiden, zudem weht ein starker und kalter Wind. So drehen wir nach unserem Abendbrot und fahren wieder zurück.

We say Goodbye and after a short coffee- and shopping stop in Egilsstaðir (2300 inhabitants) we drive to our guesthouse. We pick up some food for dinner and drive on a former F-road (you know the roads only for 4×4 vehicles) into the highland. We want to the controversal reservoir dam, which is Europe’s biggest (57 qkm). And we would like to see the snow covered mountain Snæfell (1833 m). But the views up here are bad, it’s blowing hard and it’s cold. After our dinner we drive back.

Abendstimmung im Hochland (mit Nebensonne)
evening mood in the highlands (with parhelion)

Ein paar Kilometer weiter ist es absolut windstill.  Wir halten, kein Laut ist zu hören, es ist wahnsinnig schön und ein so seltener Moment. Wir löffeln unseren Skyr und freuen uns, trotz mieser Sicht, hier hoch gefahren zu sein. Ach, was ist Skyr?  Skyr ist eine Mischung aus Quark und Yoghurt und gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen in jedem Supermarkt. Es ist absolut köstlich, macht tierisch satt und ist auch noch gesund. Mit Karamellgeschmack mag ich ihn am liebsten. Das Erste, was ich kaufe, wenn ich wieder in Island bin, wird Skyr með karamellu sein.😉

A few kilometres further it’s absolutely calm. We stop, we hear no sound. It’s incredible magnificent and a rare moment. We spoon our Skyr and are glad that we made it up here in spite of the lousy view. But, what is Skyr? Skyr is a blending of curd and yoghurt and you’ll find it in different flavours in every supermarket. It’s a substantial dish, which is absolutely delicate and healthy. I love the caramel flavour. The first thing I’ll buy on my next stay in Iceland is Skyr með karamellu.😉


18 Gedanken zu “Magical Iceland XIV

  1. Hach. Ich bin jetzt schon ganz wehmütig, wenn deine Island-Reihe irgendwann zu Ende ist, denn ich freue mich immer schon auf Donnerstagmorgen, für einen so positiven Start in den Arbeitstag. Wunderschön die Sumpfblümchen hinter schwarzem Schaf, die unglaulichen Bruchmuster des Basalts, die Fjorde und die fallenden Wasser. Traumhaft.
    Und jedesmal bin ich wieder überrascht, welches Essen Euch am Ende der Welt serviert wurde, wo mal allenfalls einen Fisch aus der Pfanne und einen Kanten Brot erwarten würde… so ganz vorurteilsbeladen als Mitteleuropäer.

    Herzlich, Katja

  2. Eine echte Entdeckungsreise, die ihr da unternommen habt! Bin wie bei deinen vorherigen Schilderungen wieder hingerissen von der Landschaft und den Häusern. Und Skyr würde ich gerne mal testen. Liebe Grüße und einen schönen Tag, Pepe

  3. Hmmm – das wäre bestimmt auch nach meinem Geschmack…Ich verbinde Reiseandenken auch immer gern mit einem bestimmten Essen und dann ist man voller Vorfreude, wenn es tatsächlich wieder dort hin geht…z.B. Kaiserschmarren oder Apfelstrudel in Österreich…Wieder ein Traum diese Farben und Strukturen auf deinen Fotos – mir geht es wie Katja – jedesmal fürchte ich, dies ist Dein letzter Bericht von dieser Reise…aber ich freu‘ mich, dass Du schon soviel berichtet hast🙂 Liebe Grüße, Anette

  4. Litlanesfoss looks absolutely stunning! Those are really spectacular basalt columns, and by the way, the red sediments are actually the weathered upper surfaces of each individual lava flow. As lava solidifies it oxidises/weathers over periods of many years before the next lava flow comes along on top of it. Your photo captures it really well🙂

  5. So witzig, jetzt bekomme ich gleich Appetit auf etwas Leckeres zu essen. Die Natur ist wieder atemberaubend schön. Wenn im TV etwas über Island zu sehen ist, denke ich jetzt schon an Dich und frage mich, ob ihr an diesem oder jenem Wasserfall auch gewesen seid. Deine Reisebeschreibung mit allen Details und den schönen Fotos ist wieder wunderschön ! Viele Grüße Synnöve

  6. Grandiose, frische Aufnahmen, die Lust auf Reisen machen. IWirklich toll.
    ch befinde mich an einem Fremdrechner und kann dir dafür keinen like it geben, weißt du vielleicht oder jemand sonst, warum das so ist?
    Liebe Grüße
    Hanne

  7. Ich liebe Skyr, den letzten Becher wollte ich vor dem Heimflug beim Warten auf den Flieger essen. Aber leider war er zu groß und ich musste ihn am Check-In lassen – hatte nicht erwartet, dass er unter Flüssigkeiten fällt. Ich favorisiere Blaubeere und Vanille! Mmmhhh!

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