Magical Iceland XII


Mývatn Nature Bath Jarðböðin

Auch heute ist es wieder sehr stürmisch, so dass wir leider keinen Rundflug machen können. Schade, aber wir haben eine schöne Alternative parat. Nach dem Frühstück fahren wir zum Mývatn Nature Bath Jarðböðin. Es hat im Sommer von 9 – 24 h geöffnet und da wir recht früh dort sind, ist es noch herrlich leer. „Verwöhn dich!“ ist der Slogan des Bades, und das machen wir auch. Nach der Dampfsauna tauchen wir in das milchig hellblaue warme Wasser ein und lassen es uns in den umliegenden, verschieden temperierten Becken richtig gut gehen. Das Bad wird als Gegenstück zur bekannteren Blauen Lagune im Südwesten der Insel gehandelt. Natürlich ist es hier nicht so groß, und man kann sich auch keinen Schlamm ins Gesicht schmieren, dafür ist es leerer und der Eintritt ist um die Hälfte günstiger.

Also today it’s very stormy so we cannot start to our scenic flight. Too bad, but we have a good alternative. After breakfast we drive to the Mývatn Nature Bath Jarðböðin. In summertime it’s open from 9 – 24 h. And because we’re there very early it’s pretty empty. „Spoil yourself!“ is the slogan of the bath and that’s exactly what we do. After visiting the steam sauna we soak into the milky light blue warm water and enjoy the other basins with hot water, too. This bath is a kind of pendant to the more known Blue Lagoon in Southwestern Iceland. Naturally it’s all a little bit smaller here and you cannot smear mud in your face. But it’s emptier and you pay less than half of the price you pay at Blue Lagoon.

Felsspalte Grjótagjá und Vulkan Hlíðarfjall (771 m) im Hintergrund
rock fissure Grjótagjá and volcano Hlíðarfjall (771 m) in the background

Nach dem Bad am Morgen ist der Kreislauf ganz schön runtergefahren. Es ist halt so, als hätte man über eine Stunde in der heißen Wanne gelegen.😉 So lassen wir es ruhig angehen und fahren zur nahen Felspalte Grjótagjá. Hier befindet sich eine Verwerfungszone zwischen eurasischer und amerikanischer Kontinentalplatte. Direkt darunter befindet sich eine mit geothermalem Wasser gefüllte Höhle. Wer will, kann hier bei heißen 44°C auch baden. Die Temperatur schwankt. Wir wollen aber nicht einmal hinab in die Höhle, da eindringlich vor herunterfallenden Felsbrocken gewarnt wird.

After the bath the circulatory is at rock bottom. You know how it feels as you sat more than one hour in a hot bathtub.😉 We take it easy now and drive to the near rock fissure Grjótagjá. Here is a fault-plane between Eurasian and American continental plate. Directly among is a cave filled with geothermal water. If you want, you can bath here, too. The water currently should be 44°C hot, but the temperature is changeable. We don’t even want into that cave, because there are solemn warnings for falling off rock fragments.

Hverfjall Krater/crater

Von hier aus hat man auch einen schönen Blick zum Hverfjall-Krater, den man an der Kante auch umrunden kann. Mit 1 km Durchmesser ist er schon eine andere Kategorie als der Viti-Krater, den wir gestern umrundet haben. Da unser Kreislauf im Moment auf sowas keine Lust hat, fahren wir zur Lavahalbinsel Höfði, die ins Mývatn hereinragt und unter Naturschutz steht. Wir bummeln ein bisschen herum und lassen uns den stürmischen, aber warmen Wind um die Ohren pusten.

We have a beautiful view to the Hverfjall crater. You can go round it at the crater edge. Its diameter is 1 km and that is already another category than the Viti crater we visited yesterday. Because our circulatories don’t feel like it we drive instead to the lava formed peninsula Höfði which cuts into Mývatn. It’s a nature protection area. We stroll around a little bit and enjoy the stormy, but warm wind.

Naturschutzgebiet Höfði am Mývatn – nature protection area Höfði at Lake Mývatn

Höfði

Für eine Mittagsrast suchen wir uns ein geschütztes Plätzchen mit Blick auf’s Mývatn. Herrlich ist es hier. Da der Tag noch jung ist, entschließen wir uns, ans Meer nach Húsavik (ca. 2300 Einwohner) zu fahren. Nach 45 min Fahrt durch die herrliche isländische Landschaft sind wir da. Hier reißt der Himmel dann richtig auf und der Ort empfängt uns mit sommerlichen Temperaturen und Windstille. Der Ort ist voll auf Walbeobachtungstouren für Touristen ausgerichtet. Die verschiedenen Tourfirmen werben direkt an der Hauptstraße um Kunden. Wir bummeln aber nur durch den Ort und sind ob der Hitze schnell auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen, um einen Kaffee zu trinken.

For a lunch break we find a sheltered nature spot with a view over the Mývatn. It’s deligthful here. And because the day’s still young we decide to drive to Húsavik (ca. 2300 inhabitants) which is located by the sea. After a 45 min drive through beautiful Icelandic landscape we’re there. The sky is clearing still more and the village welcomes us with summerly temperatures and calm. The village is oriented in whale watching tours for tourists. The different tour operators advertises the customers directly at the main road. But we’re not interested and stroll through the streets. Because of the heat we soon looking for a shady place where we can have some coffee.Walbeobachtungsboot im Hafen Húsavik – A whale watching boat in Húsavik habour

Húsavik

Häuser in Húsavik – Húsavik houses

So ein sonniges Wetter und warme Temperaturen hatten wir in Island wirklich nicht erwartet. Dass wir überhaupt die 20°C Grenze erreichen würden, war für uns eigentlich schon optimistisch geschätzt. Nun sind wir weit drüber und nichts erinnert daran, dass wir hier barfuß knapp unter dem Polarkreis sitzen und einen Kaffee schlürfen. Es ist einfach herrlich und entspannend. Zurück in unserem Gästehaus genießen wir nochmal alles Annehmlichkeiten, die es bietet, bevor wir uns zum Abendessen aufmachen.

We didn’t expect such sunny weather and warm temperatures in Iceland. To reach 20°C anyway was already a very optimistic thought. Now the temperatures are way above 20°C and nothing reminds us to sit just below the polar circle – and while barefoot having a cup of coffee. It’s gorgeous and relaxing. Back in our guesthouse we enjoy once again all the goodies it has to offer before we’re right for the dinner.

Torfdachhäuser GrenjaðarstaðurGrenjaðarstaður turf houses

Heute gibt es als Vorspeise Salat mit käseüberbackenem Brot. Das Hauptgericht ist der Knaller. Isländische Lammkeule mit Rotkohl oder Erbsen, karamellisierten Kartoffeln, Rhabarber-Marmelade (ganz wichtig!) und Pfeffersoße. Die Keule wurde stundenlang im Ofen geschmort und ist superzart und wohl das beste Lamm, das ich je gegessen habe. Die Gastgeberin füllt persönlich auf und nach. Als Nachtisch gibt’s Schokokuchen. War das lecker! Ein kleiner Spaziergang zu den Torfhäusern Grenjaðarstaður samt Kirche hilft uns dabei, nicht gleich ins Fresskoma zu verfallen. Morgen geht’s weiter nach Ostisland.

Today’s starter is salad with cheese gratiné bread. The main course is sensational. Icelandic leg of lamb with red cabbage or peas, caramelised potatoes, rhubarb jam (all-important!) and pepper sauce. The leg will braised for several hours in the oven. It’s very delicate and I guess that’s the best lamb I’ve eaten ever. Tonight the hostess of the farm fills and refills the plates by herself. For dessert she serves chocolate cake. That was so delicious!  A little walk to the turf houses and church Grenjaðarstaður helps us not to go into a food coma. Tomorrow we’ll drive further to Eastern Iceland.

Blick von der Grenjaðarstaður Kirche auf Teile „unseres“ Hofs in gelb
view from Grenjaðarstaður church to parts of „our“ farm in yellow

16 Gedanken zu “Magical Iceland XII

  1. Wieder ein ganz wunderbarer Bericht! Jetzt ab in die Wanne fände ich eigentlich keine schlechte Idee – inspiriert von Eurem Badbesuch…Irgendwie habe ich den Eindruck, Island sei riesig – Ihr habt wirklich so viel gesehen. Mein Lieblingsbild heute: die Torfhäuser. Lieben Dank, dass Du mich weiterhin mit nach Island nimmst🙂 Happy Day, Anette

  2. Herrlich, durch Deine Fotoreportage bei Eurer Rundreise so viel miterleben zu dürfen! Fühle mich fast schon „heimisch“ auf Island. Wunderbar, das blaue Haus mit den roten Fensterrahmen in Húsavik. Einen schönen Tag, Pepe

  3. Seufz…
    Deine Bilder sind sooo schön!

    Und ich will UNBEDINGT wieder nach Island. Ich hab mir schon vorgestellt, dass es mir gefällt, aber dass ich es sooo toll finden würde, dachte ich irgendwie nicht.
    Und das Schöne an Island ist, dass man sich auf jeden Fall auf ganz ekliges Wetter einstellt und dann einfach immer positiv überrascht ist („Oh! Sonnenschein! Haben wir ein Glück!“, „Oh! Ein bißchen blauer Himmel! Haben wir ein Glück!“, „Oh! Nur ein bißchen Nieselregen! Haben wir ein Glück!“, „Oh! Strömender Regen! Aber kein Wind! Haben wir ein Glück!“, usw.).

  4. Am meisten hat mich die Felsspalte beeindruckt. So nah an der Natur, an den Kräften der Erde ist man wohl selten. Wir wissen, dass es diese Kontinentalplatten gibt, aber sie dann wirklich zu SEHEN, das ist etwas Besonderes und macht mir eine leichte Gänsehaut.
    Wunderbar deine Fotos und überhaupt der ganze Bericht.

  5. Ach, wie wäre ich jetzt gerne genau dort. In diesem türkisen, warmen Wasser, an der Felsspalte (ich hab mal eine Kindersendung darüber gesehen, das Wasser ist kristallklar da drin), am Vulkan, am Meer, bei Lammkeule mit Erbsen. Traumbilder, Bidler zum Wegträumen. Vor allem wäre es viele tausend Kilometer weg von meinem Jetzt, sehr reizvoller Gedanke.

    Lieber Gruß,
    Katja

  6. Die letzten Tage waren sehr stressig und so tut es besonders gut deinen Reisebericht weiter zu verfolgen. Einfach mal abschalten und genießen.🙂

  7. und auch diese Bilder, traumhaft schön! Wer braucht eine Schlammpackung im Gesicht?
    Schliesslich will man die Aussicht geniessen können und dass ohne Bröckchen im Auge😀

    Ganz liebe Grüße
    Nicole

  8. Wieder ein wunderbarer Reisebericht in sehr plastischen Farben und Worten. Ich bin immer wieder erstaunt über die bizarren Formen, die diese Landschaft hervorbringt, aber auch über diese satten Farben. Wunderschön !
    Viele Grüße Synnöve

  9. Irgendwann muss ich auch nach Island. Geplant ist es ohnehin schon seit Jahren. Ich hoffe, dass ich es nächstes Jahr endlich einmal schaffe. Dein Blog macht auf jeden Fall richtig Laune darauf.
    Beste Grüße

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