Magical Iceland XI


Duschmöglichkeit an der Straße zum Krafla-Gebiet
shower facility on the road to the Krafla area
😉

Der Tag beginnt mit selbstgebackenem Brot, Brötchen, Thunfischsalat, Oliven, Gürkchen, Räucherfisch, Lachs, Marmeladen und, und, und. Bestens gestärkt fahren wir via einer Schotterpiste über die wüstengleiche Hochebene Holásandur zum Mývatn (Mückensee). Zum Glück weht heute ein strammer Wind, so dass wir keinen der Plagegeister treffen werden. Allerdings fällt damit auch der Rundflug aus, den wir heute machen wollten. Vielleicht morgen.

The day starts with homemade bread, rolls, tuna salad, olives, cocktail gherkins, smoked fish, salmon, jams etc. Best prepared we drive via a gravel road through the desertlike plateau Holásandur to the Mývatn (midge lake). Fortunately it’s high wind today so we’ll not meet some of the pests. However, our scenic flight gets cancelled which we wanted to make today. Maybe tomorrow.

Auf der Wüstenhochebene Holásandur – On the desert plateau Holásandur

Erster Blick auf das Mývatn – First view to Lake Mývatn

So fahren wir zu den heißen Schlammtöpfen Hverir. Von weitem zieht der schwefelige Geruch ins Auto. Vor Ort ist er dann fast unerträglich. Aber die Andersartigkeit und Schönheit der Landschaft ist nicht weniger atemberaubend. Schön und stolz baut sich der Berg Námafjall auf und wir drehen eine Runde durch das aktive Feld von heißen Schlammlöchern, Fumarolen und Solfataren. Der Wind weht wie bekloppt, schafft es aber nicht, die ohrenbetäubend laut fauchenden Solfatare zu übertönen. Überall zischt und brodelt es. Nur wenige cm unter unserem Füßen muss es irre heiß sein. So nah ist man den Naturgewalten selten.

We drive to the hot mud pools Hverir. From afar the sulphurous smell drafts into the car. Locally it’s almost unbearable. But the otherness and the beauty of the landscape isn’t less breathtaking. Beautiful and proud the mountain Námafjall plant oneself and we go for a walk through the active field of hot mud pools, fumaroles and solfatare. The wind is blowing like crazy, but didn’t manage to drown the solfatare which is deafening loud. It’s sizzles and bubbles everywhere. Only few cm beneath our feet it must be very hot. You’re not often so near the forces of nature.

Hverir

Námafjall

heißer Schlammpott in Hverir – hot mud pool in Hverir

ohrenbetäubend laucht fauchende Fumarole – defeaning loud fumarole

Der Boden ist von der Trockenheit aufgerissen. The terrain is torn open by the drought.

Weiter geht’s ins äußerst aktive Vulkangebiet Krafla. Vorbei an einem Geothermalkraftwerk parken wir direkt vor dem Vulkankrater Viti. Er hat ca. 320 m Durchmesser und wir umrunden ihn einmal. Dabei müssen wir drauf achten, nicht vom Winde verweht zu werden. Das Wasser im Krater sieht wunderschön aus und wir genießen den Rundgang, der auch wieder durch ein kleines Fumarolen-Feld führt. Die Aussichten sind dank des schönen Wetters grandios und unser nächstes Ziel, den Vulkan Leirhnjúkur, können wir auch sehen.

We continue to the very active volcanic area Krafla. We left the geothermal power station behind and park directly in front of the vulcanic crater Viti. The diameter is ca. 320 m and we walk round the crater edge. We have to take care to not get blown away. The water in the crater looks beautiful and we enjoy the circiut, which leads again through a small fumarole area. Due to the beautiful weather the views are superb and we can already see our next target the volcano Leirhnjúkur.

Vulkankrater Viti – volcano crater Viti

Die Südsee lässt grüßen. South Sea greetings.

Steile Kraterwände – steep crater walls

Nach wenigen Minuten sind wir da und wandern direkt auf den Vulkan zu. Wir gehen einen Rundweg um den Vulkan herum. Der Weg führt durch verschieden alte Lavafelder. Die jüngsten sind noch schwarz und von einem Ausbruch, der von 1975 – 1984 währte. Die Lava ist immer noch nicht abgekühlt, was man spüren und am aufsteigenden Dampf sehen kan. Es ist sehr eindrucksvoll, hier mitten in all dieser Lavamassen rumzuwandern. Ein Aufstieg auf den 592 m hohen Vulkan bietet dann noch eine absolut schöne Aussicht, und soweit das Auge reicht, sehen wir Lava.

After a short drive we’re there and make it towards the volcano. We walk a circuit which leads us through different old lava fields. The youngest lava is black and arises from a volcanic eruption 1975 – 1984. The lava is still hot what we can feel and see because of some steam soars here and there. It’s very impressive to hike in the middle of all this masses of lava. A climb to the top of the 592 m high volcano offers a spectacular view, and as far as the eye can see we see only lava.

Vulkan/vulcano Leirhnjúkur

unendliche Lavafelder – neverending lava fields

Blick vom Vulkan Leirhnjúkur – view from the volcano Leirhnjúkur

Eine Mittagsrast später geht’s zurück zum Mývatn, wo wir noch ein paar Lebensmittel kaufen. Von da fahren wir direkt nach Dimmuborgir (dunkle Burgen). Manch einer mag die gleichnamige, norwegische Metal-Band kennen, die sich nach diesem Lavafeld benannte. Man kann hier verschiedene Rundwege wählen, die sich nicht nur der Länge nach unterscheiden, sondern auch nach Schwierigkeitsgrad. Wir wählen einen etwas kürzeren Weg, weil wir schon recht fußlahm sind und es zwischen den hohen Lavabrocken auch sehr geschützt und damit heiß ist.

After a lunch break we drive back to the Mývatn where we buy some food. From there we drive to Dimmuborgir (dark castles). Many a man knows the metal band from Norway maybe, which was named after this lava field. You can choose between many circuits with different lenghts and difficulty levels. We take a short trail because we are a little bit gimpy and it’s hot here between all the high lava boulders.

Abwassersee eines Geothermalkraftwerks – waste water lake of a geothermal power station

Ein zuckersüßer Trollkaffee (Espresso, heiße Schokolade, Karamellsirup, Schlagsahne) peppt uns wieder auf und wir gondeln zum Südufer des Mývatn, um die Pseudokrater bei Skútustaðir zu besichtigen. So wie ich es verstanden habe, sind sie entstanden, als sich Lava über den feuchten Boden geschoben hat und dadurch Dampfexplosionen ausgelöst wurden, welche diese Pseudokrater bildeten. Der Weg führt schön am Wasser lang und man kann auch in die Krater hineinblicken.

After a sugar-sweet troll coffee (espresso, hot chocolate, caramel syrup, whipping cream) we’re refeshed again and drive to the south bank of Mývatn to visit the pseudocraters at Skútustaðir. Like I understand it they came into being as hot lava was shoved above wet terrain and caused steam explosions, which formed those pseudocraters. We walk along the track and look inside of the craters.

Dimmuborgir

So langsam sind wir echt groggy und fahren zum Gästehaus zurück. Nach einer staubbefreienden Dusche sind wir klar für’s Abendessen. Dieses kann man hier auf dem Hof morgens bestellen. Es wird vorher gesagt, was abends gekocht wird. Alternativen sind aber möglich, was bei uns natürlich nicht nötig ist.😉

We starting to get exhausted and drive back to the guesthouse. After cleaning from the dust with a shower we’re ready for dinner. You can order it in the morning. They tell us what they’ll cook for dinner. And they offer alternatives if you something not like, what for us isn’t needed.😉

Trollkaffee – troll coffee

Als Vorspeise gibt es knackigen Salat mit Knoblauchbrot, Hauptspeise ist gebratener Schellfisch mit Reis oder Kartoffeln und Soße, beim Nachtisch kann man wählen zwischen Rhabarber crumble oder Großmutters Spezialkuchen. Den nehme ich, und er schmeckt nach Weihnachten. Der Rhabarber wurde auf dem Hof angebaut und ist im Vergleich zum deutschen Rhabarber kleiner und sehr geschmackvoll. Von allem kann man nehmen soviel man will, Nachschlag ist hier also kein Fremdwort.

We get fresh crunchy salad with garlic bread as a starter. Continued by fried haddock with rice or potatoes and sauce. The dessert you can choos between rhubarb crumble or grandmas special cake. I take the cake and it tastes like Christmas. The rhubarb is from the farm and by contrast with German rhubarb very small but absolutely tasteful. You can take from all these delicious things all you like. Second serving isn’t a foreign word here.

Pseudokrater am Mývatn – pseudocrater at Lake Mývatn

Blick über Mývatn und Pseudokrater – view over Lake Mývatn and pseudocraters

Der Tag war, als wären wir auf einem anderen Planeten gewesen. Wirklich eindrucksvoll und wunderschön, und als krönenden Abschluss gibt es noch einen tollen Abendhimmel.

Today was as we were on an different planet.
Really impressive and beautiful and the cherry on top is a great evening sky.

Farbenvielfalt – colour diversity

27 Gedanken zu “Magical Iceland XI

  1. Wird diese Dusche gebraucht? Funktioniert sie wirklich? Oder ist das ein Gag???
    Ich finde das sehr witzig ^^
    Tolle Reportage mit genialen Fotos. Danke fürs Teilen🙂.
    Lieben Gruss – sonja

  2. Ich mag deine Art zu Reisen und sehen, das Land aufzunehmen sehr, das sind wirklich beeidndrückende Aufnahmen. Ich war noch nie auf Island, langsam wird es sehr reizvoll!
    Liebe Grüße Dir
    Dina

  3. Wirklich, wie auf einem anderen Stern, einem mit wunderschönen Farben.
    Wie hast du dich eigentlich so nah an einem Vulkankrater gefühlt? Warst du ängstlich? Und gibt es so etwas wie eine „Vulkanausbruchsvorhersage“ in Island?
    Den Trollkaffee hätte ich auch gerne probiert, der Name ist schon köstlich.
    Liebe Grüße und noch einen schönen Nachmittag, Pepe

    • Ganz ehrlich habe ich überhaupt keine Angst oder Befürchtungen gehabt, auch im Süden nicht, wo ja sozusagen täglich auf den Ausbruch des Vulkans Katla gewartet wird. Dort habe ich zufällig in einem Touristenbüro ein Faltblatt mitgenommen, in dem erklärt ist, wie man sich im Falle eines Ausbruchs der Katla verhalten soll (Fluchtwege, Sammelpunkte etc.). Es werden auch regelmäßig Evakuierungsübungen in den möglicherweise betroffenen Gebieten im Süden gemacht. Und ja, es gibt eine Vulkanausbruchsvorhersage auf Island, aber wie genau/schnell kann sowas sein?!😉 Der auch im Süden gelegene Vulkan Hekla bricht z. B. mit einer Vorwarnzeit von nur 30 min aus und ist auch schon wieder überfällig.😉

  4. Dusche und Toilette sind schon etwas besonderes und diese Landschaft besticht durch ihren kargen Reiz, das sind superschöne Fotos, auch die vom Kratersee, so blaues Wasser. Wundervoll.

    LG Mathilda🙂

  5. Phantastische Bilder in wunderbaren Farben. Berauschend sind diese anderen Formen. Froh bin ich, dass ich den Schwefel nicht riechen kann. So genieße ich das Gelb und Türkis besonders in Deinen Fotos. Der Bericht ist auch wieder herrlich. Vielen Dank dafür !
    Viele Grüße Synnöve

  6. Oh mein Gott, was für ein Traum, der Blick in den Kratersee. Gerne würde ich auch mal zwischen den fauchenden Schloten stehen – wahrscheinlich fühlt man sich der Erdentstehung da ganz nahe, oder? Wunderschöne Bilder wieder, toll am Abend eines langen anstrengenden Tages sowas Schönes fürs Auge zu sehen.

    Ob Dusche Kunst, Gag tatsächlich real sind hab ich mich jetzt auch gefragt. Zumidnest stand das Freiuftklo schon öfter in meinen Alpträumen.😉

    Herzlich, Katja

  7. Hahaha, dass erste Bild ist schon mal ein KRACHER😀
    Da hast Du echt ein super Motiv entdeckt und eine traumhafte Schwefelsee-Landschaft eingefangen. Wieder super repartiert!

    Lieben Gruß
    Nicole(ina)

  8. SAGENHAFT und TOLL! Am Herz der Erde sozusagen…Die Formen, Farben und Landschaften und natürlich Klo und Dusche begeistern mich – und wie immer auch Deine Beschreibungen dazu. Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir – liebe Grüße, Anette

  9. Wieder große Begeisterung meinerseits. Dein Reisebericht ist aber auch so was von toll …🙂
    Inzwischen bin ich mir ganz sicher, irgendwann einmal nach Island zu reisen. Versuche zurzeit meinen Mann zu überzeugen …😉

    Liebe Grüße und einen guten Start ins Wochenende

    Bärbel

  10. Ehrlich gesagt/geschrieben: beim ersten Foto rätsele ich noch immer, ob das Spaß ist oder Ernst😉 – Aber die anderen Bilder: unglaublich schön und beeindruckend. Was für eine Landschaft! Ich werde mich jetzt mal rückwärts lesen, denn ich habe dein Blog gerade erst entdeckt (und ich habe meines gerade erst begonnen).
    Viele Grüße, Franka

  11. Fantastic pictures! I have been to Iceland also, but it’s way back in my life span. I think it must have been back in 1964 or 65. Places that has stuck in my mind was Myvatn, Akureyri, Dettifoss, Gullfoss and Thingvellir

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