Magical Iceland V


Zwischenstopp auf Flatey – Stopover at Flatey
Wollgras – cotton grass
Boote in Örlygshöfn – boats in Örlygshöfn

Ein letztes Mal nehmen wir unser Frühstück zu AC/DC-Musik ein, wie es in diesem Gästehaus scheinbar üblich ist. Sehr amüsant und ein toller Start in den Tag. Der Himmel hängt heute noch etwas tiefer als gestern, aber die Sicht ist immer noch sehr gut. So fahren wir also los Richtung Stykkishólmur, von wo wir heute Nachmittag per Fähre auf die Westfjorde übersetzen.

For the last time we have breakfast accomponied by AC/DC music. This seems to be usual to this guesthouse. Amusing and a great start to the day. Today the clouds are low, even lower than yesterday but the view is still very good. So off we go in direction to Stykkishólmur our starting point for the ferry to the West Fjords this afternoon.

Erster Stop ist das Kirkjufell, angeblich Islands meist fotografiertester Berg.  Und bei der markanten Form glaube ich das sofort. Im verschlafenen Grundarfjördur kaufen wir ein paar Lebensmittel und füllen das erste Mal den Tank, um für die tankstellenarmen Westfjorde gewappnet zu sein.

First stop is Kirkjufell, allegedly the most photographed Icelandic mountain. I believe this immediately because of this striking shape. In the sleepy Grundarfjördur we buy some food and refuel for the first time to be prepared for the West Fjords where petrol stations are rare.

Kirkjufell

Vorbei geht es weiter durch Lavafelder, über Fjorde und an bunten Bergen. Auch hier sieht die Landschaft hinter jeder Kurve anders aus und ich möchte am liebsten überall anhalten und die Gegend erkunden. Das machen wir dann auch und erklimmen den nur nicht mal 100 m hohen Berg Helgafell. Die Aussicht ist einfach nur phantastisch, schneebedeckte Berge, saftige Wiesen, Flüsschen. Dazu kommt, dass es total windstill ist, was ich besonders genieße.

We drive through lava fields, above fjords and colourful mountains. Also here the landscape is changing behind every curve and I would really get out of the car to explore the area. And that’s exactly what we do now. We climb the not even 100 m high mountain Helgafell. The view is phantastic, snow covered mountains, lush meadows, creeks. In addition I really enjoy the dead calm.

Blick vom Helgafell – view from Helgafell

Bis nach Stykkishólmur sind es nur wenige Kilometer. Und wir haben noch genug Zeit, uns das kleine, hübschen Örtchen anzusehen. Wir bummeln durch die Straßen, begucken die bunten Häuschen und steigen dann noch auf die Insel Súgandisey. Sie ist dem Hafen vorgelagert und bietet so einen natürlichen Schutz.

There are only a few kilometres to Stykkishólmur left. And we have enough time to visit this beautiful little town. We strolling around the streets, view the colourful houses and climb on top of the small island Súgandisey. It’s off the habour and is so a natural protection.

Kirche am Fuße des Helgafell – church at the foot of Helgafell

In einem Café stärken wir uns noch bei Kaffee und Kuchen, bevor es zur dreistündigen Fährfahrt losgeht. Das Schiff wird von regelrechten Menschenmassen geentert. Ein langes Wochenende steht bevor, da am Montag Feiertag ist. Viele von ihnen verlassen das Schiff auf der kleinen Insel Flatey, die mitten im Breiðafjördur liegt.

In a Café we take a rest with coffee and delicious cake before our three hours ferry trip starts. There are really masses of people which board the ferry. A long weekend is in store because monday is holiday. Many, mostly young people leave the ferry at the picturesque island Flatey which lies in the middle of the Breiðafjördur.

Hafen Stykkishólmur – habour Stykkishólmur

Dann erreichen wir die Westfjorde. Rauh, dünne Besiedlung und Schotterpisten sind die Assoziationen, die ich damit hatte. Wie menschenleer es hier ist, können wir auf unser einstündigen Fahrt zu unserm Gästehaus in Örlygshöfn feststellen. Wir begegnen kaum einem Auto. Dass das nicht nur an der Tageszeit liegt, können wir dann auch noch die nächsten Tage feststellen. Die Schotterpisten sind teils gut zu fahren. Auf dem letzten Abschnitt ist sie zig Meter über dem Fjord einfach so in den Hang geklopft worden, natürlich ganz ohne Absturzschutz. Danke für den mehrminütigen Adrenalinkick. Wir taufen sie spaßeshalber „road of death“.😉

Then we reach the West Fjords. Rough, low population and gravel roads are the connotations I had. And how deserted it is here we can see at our one hour drive to the guesthouse in Örlygshöfn. We don’t see hardly any car. And it’s not only because of the time (Saturday evening) as we’ll see in the next days. The drive on the gravel roads is mostly good. But we get our adrenaline rush at the last section by driving the narrow gravel road on a mountain slope high above the fjord and with no crash barriers or the like. For fun we dub it „road of death“.😉

Insel Flatey im Breiðafjördur – island Flatey in Breiðafjördur

Wohlbehalten und froh, die Fahrt überlebt zu haben, kommen wir in unserem Gästehaus an. Zimmerschlüssel gibt es hier nicht, aber es fühlt sich völlig natürlich an. Nach dem Beziehen unseres Zimmers machen wir noch einen Abendspaziergang,  auf dem wir Wollgras, ein Flugzeugwrack, zwei aufgedockte Boote und unbeschreiblich schöne Landschaft sehen. Still ist es hier. Einzigartig und wunderbar. Wie am Ende der Welt.

Safely and happy to survive this ride we arrive at the guesthouse. Room keys doesn’t exist here but it feels completely natural. We do an evening walk around the guesthouse whereas we see cotton grass, one aircraft wreck, two docked boats and indescribable beautiful landscape. It’s quiet here. Unique and wonderful. It feels like the middle of nowhere.

Lagune von Örlygshöfn – lagoon of Örlygshöfn

19 Gedanken zu “Magical Iceland V

  1. Genau der Gedanke kam mir auch zwischendrin beim Lesen deines schönen Berichts: „Wie am Ende der Welt!“ Und nach wie vor bin ich echt begeistert von diesen speziellen Farben und Strukturen der Landschaft dort oben auf Deinen Bildern. Sehr inspirierend. Danke und herzliche Grüße, Anette

  2. Die Westfjorde hätte ich wirklich auch gerne gesehen! Und Kirkjufell sieht aus wie ein U-Boot🙂
    Wieder mal ein sehr schöner und ausführlicher Bericht! Du fängst die Stimmung wirklich sehr schön ein!

  3. Ein sehr schönes „Ende der Welt“. Eigentlich entsteht in Island ja neue Welt, weil ständig Magma von unten hochdrückt und Boden wächst. Das Wollgras habe ich übrigens erst mal einem Tier zugeordnet, sieht wie Fell aus:
    Liebe Grüße, Pepe

  4. Unglaublich. Traumhaft. Wer käme bei diesen Anblicken und Ausblicken nicht auf Idee, dort wäre die Heimat von Elfen, Trollen und Geistern. Wenn sie irgendwo leben, dann ja wohl dort.
    Der Wunsch dort hinzureisen wird immer größer und größer und Du bist schuld. Aber gerade wegen dieser Herzklopfmomente am Morgen danke ich Dir ganz herzlich für diesen tollen, mehrteiligen Reisebericht. Wobei cih auch AC DC am Morgen glaube cih gut verzichten könnte.😉

    Herzlich, Katja

  5. Mich begeistert diese Unberührtheit. Zumindest wirken viele Bilder, als ob die Natur relativ unberührt geblieben ist. Das Foto von dem grünen Berg ist traumhaft schön, aber auch die anderen Bilder. Meine Sehnsucht nach Island steigt gerade wieder um 3 Grad nach oben.
    Viele Grüße Synnöve

  6. Ich bin total begeistert von deinem Reisebericht. Die Bilder schaue ich mir ganz bestimmt noch ein paar mal an.🙂

    Liebe Grüße

    Bärbel

    • Thanks for your comment again. In Iceland we travelled on our own with a rental car. But we had some suggestions by guidebooks and hints by our travel company which organized the accomodations, flights and the rental car in advance. So they told us nice places to go.🙂 This was very helpful!

  7. Sehr schöne Doku-Bilder! Ein ganz andere Welt. Der Berg sieht aus, wie ein U-Boot, das gerade auftaucht. Eine sehr spannende Gegend und würde ich auch sehr gerne sehen. Vielen Dank für Deine Einblick und Reisebericht.

    Lieben Gruß
    Nicole(ina)

  8. Was für eine andere Welt – wundervoll – so eine Ruhe, die geht auf die Menschen über, da bin ich mir sicher. Wie gut, dass nicht alles so hektisch ist, wie in unseren Großstädten.

  9. Nice reportage, I happen to know the ship you travelled with (MS Baldur) very well because it sailed several years in the Netherlands from Harlingen to Vlieland and Terschelling (wadden islands int he northsea) It was then called Oost-Vlieland and I lived for 10 years on the Island Terschelling. I even think before the time in The Netherlands it saled in Germany from Emden to Borkum.

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