11 Monate und ein alter Zopf


Ja, es ist wirklich schon eine Weile her, dass ich den letzten Artikel geschrieben habe. Ich brauchte wohl mal eine Auszeit vom Bloggen.🙂 Ein Jahr ist fast um, und so langsam komme ich in Stimmung, mal wieder etwas zu veröffentlichen.
Am Wochenende habe ich nach langer Zeit mal wieder Brot gebacken. Hatte ich hier das (fast) leckerste Brot der Welt beschrieben, so war das natürlich noch nicht das Ende der Fahnenstange. Auch ich bin nun endlich über das no-knead-bread gestoßen. Ein Brot, das seit 2006 in der Internet-Gemeinde und durch die Blogs schwirrt. Ein alter Zopf sozusagen. Und es ist ein Brot, dass man auch ohne zu Kneten hinbekommt. Nicht, dass ich zu faul zum Kneten wäre, aber es geht auch so wunderbar. Und dabei muss man dafür gar nicht viel machen, nur die Zeit etwas timen. Und das Gute ist, dass man damit auch wunderbar knusprige Brötchen mit umwerfend guter, leicht feuchter Krume hinbekommt. Die Brötchen sind richtig schwer und nicht sone Luftbrötchen, wie man sie meist aus industrieller Produktion bekommt.
Alles was man dafür braucht ist ein feuerfester Topf. Es geht auch ein ganz normaler Edelstahltopf mit Deckel und ohne Plastegriffe. Im Internet schwirrt oft das Gerücht rum, dass es nur mit einem Bräter geht, was aber totaler Quatsch ist.

Für 12 brötchen:

Am Abend (oder wann man eben gerade Zeit hat) davor mischt man Folgendes in einger großen Schüssel zusammen:

500 g Mehl (gerne 550er)
1/4 tl Trockenhefe
1 1/4 tl Salz
400 ml Wasser

Deckel oder Frischhaltefolie auf die Teigschüssel drauf, Abend genießen, fertig.
Das Ganze bleibt bei Raumtemperatur mindestens 12 h stehen. Am nächsten Morgen dann als erstes den Ofen auf 220°C vorheizen. Ein Muffinformblech mit Mehl bestäuben, also die Vertiefungen. Dann den teig mit einem großen Löffel einfüllen. Nach Wunsch mit Wasser besprühen und Mohn, Sesam, Sonnenblumenkerne oder Sonstiges drüberstreuen.

Ist die Temperatur erreicht, Blech rein, Klappe zu und nach 10 – 15 min sind die Brötchen fertig.

Das mit dem Brotbacken geht noch anders. Die Mengenangaben sind gleich. Man macht es so wie oben beschrieben bis dahin, dass der Teig 12 – 18 h geht.  Dann holt man den Teig aus dem Topf und legt ihn auf ein bemehltes Stück Backpapier. Dann wird der Teig mehrmals gegensätzlich gefaltet und dann auf der Faltnaht auf dem erneut bemehlten Backpapier (gedeckelt von Schüssel) 2 h gehen gelassen. Hört sich erstmal kompliziert an, ist es aber nicht. Wer mag sucht bei youtube nach Videos für no-knead-bread, um sich die Vorgehensweise genau anzuschauen. Nach 90 min gehzeit wird der Ofen auf 250°C vorgeheizt und den Topf (feuerfest) in den Ofen gestellt. Nach 30 min wird der Topf rausgeholt und der Teig reingestürzt. Die Faltnaht ist jetzt wieder oben. Deckel drauf und in den Ofen. Nach 30 min Deckel abnehmen und den Ofen auf 220°C runterdrehen. Dann nochmal 15 min backen lassen. Dann das Brot aus dem Topf holen und auf einem Rost mindestens 1 h auskühlen lassen.

Seht selbst, wie toll und lecker das aussieht. Ein Roggenmischbrot habe ich gestern auch noch gebacken. Im Verhältnis 400 g Roggenmehl und 100 g Weizenmehl. Außerdem habe ich 20 ml Zitronensaft und etwas mehr Wasser als angegeben verwendet. Der Teig ging längst nicht so auf wie der pure Teig aus Weizenmehl. Aber das Ergebnis ist äußerst köstlich und herzhaft. Bild fehlt aufgrund der Tatsache, dass ich mich erstmal um das Kühlen zweier Brandblasen kümmern musste. So ein 250°C heißer Topf ist wirklich bannig heiß.😉

Oops, I did it again. I am back in the blog world. And the other day I baked a no-knead-bread (recipe) and rolls. This bread is an old story in the internet. But I discovered it only a few days ago. It is so simple and far more better than the nearly best tasting bread I described here. And it works very well and it easy to make. The bread is crispy and the breadcrumb is delicious. For the rolls it works also very well  if you let the dough rest for 12 – 18 h. So you can renounce to let the dough go for two more hours such as the bread dough. If you make the dough the day before you can eat this fantastic rolls next morning. Fill the dough in muffin forms and let it bake 10 – 15 min with 220°C. Bon apetit!

6 Gedanken zu “11 Monate und ein alter Zopf

  1. Das sieht ja sowas von lecker aus und schmeckt ganz bestimmt auch so.
    Ich glaub dir auf´s Wort!
    Vielen lieben Dank auch für die Rezepte!🙂

    Herzlichen Gruß. Bina

  2. …hmmmh, sieht das lecker aus:) und ja ich bin auch schonmal irgendwo über das rezept gestolpert und dein artikel ist jetzt aber glaub ich der anstoß das mal auszuprobieren;) danke:)
    jenmuna

  3. herrlich, ich freu mich so über die vielen tollen rezepte. danke dass auch du deins bei mir verlinkt hast!🙂
    ganz lieben gruß
    rebecca

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